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12. Haus aus klassischer Sicht

Dieses Thema im Forum "Astrologie" wurde erstellt von vergnuegt, 2. Juli 2008.

  1. vergnuegt

    vergnuegt Mitglied

    Registriert seit:
    17. August 2006
    Beiträge:
    327
    Ort:
    im südwesten
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    hallo zusammen,

    das 12. haus wird ja in der klassischen astrologie als das uebelste haus angesehen - gefolgt von 8 und 6.

    stichworte sind hierbei: gefaengnis, irrenhaeuser, einsamkeit, verdorbenheit, krankheiten, etc.

    woher kommt das? liegt es an der mangelnden durchsetzungsfaehigkeit? - man koennte ja auch sagen: das 1. haus ist schlecht, weil man sich nicht so sehr in den mittelpunkt ruecken soll, das 2. haus ist schlecht, weil man nicht so viel besitz ansammeln soll, das dritte haus ist schlecht, weil man nicht soviel schwaetzen soll ... :) - man faende ja fuer jedes haus unglaublich viel negatives. warum dann gerade 12 (und 8? und 6?) gibts dafuer eine erklaerung?

    merci :clown:
     
  2. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2005
    Beiträge:
    4.208
    Ort:
    Deutschland
    Hallo,

    einerseits denke ich persönlich , dass viele der klassischen "Beschreibungen" auf Perspektiven beruhen. Zum Beispiel stellt die indische Astrologie eine Rangfolge der Planeten auf, und gewichtet sie offensichtlich aufgrund der füür uns angenehmen Wirkung, abgesehen vom Mond: so wären die stärksten Planeten der Reihe nach: Sonne, Mond, Venus (!), Jupiter (!), und dann erst Merkur, Mars und Saturn als letzte.

    Oft findet man in der modernen Astrologie aber eine Rangfolge, die sich stark an der Umlaufgeschwindigkeit orientiert. Ich denke, wie man es auch bewertet, sind einfach verschiedene Schwerpunkte damit definiert, also Sichtweisen und Perspektiven und damit auch zwangsläufig Betonungen.

    Nun ist das mit den Häusern eine andere Geschichte. Weitgehend habe ich da eigentlich keine klare Linie durch meine Erfahrung gewinnen können, aber die ist auch noch bescheiden. Ich glaube, dass verschiedene Zuordnungen des 12. Hauses ja stimmig sein können, aber man auch nicht immer das Krankenhaus oder Gefängnis wieder findet. Es wäre so ähnlich als wie zu sagen, dass ein Mars in 10 und Widder bestimmt einen militärische Laufbahn, eine Laufbahn als Arzt oder ähnliches (Rennfahrer) zeitigt, denn das ist wohl eher selten, also nur eine Auswahl von möglichen Entsprechungen.

    Was das 12. Haus angeht, und das 6. Haus, finde ich schon irgendwie, dass es da gewisse Stimmigkeiten gibt, dass diese Häuser besondere Probleme aufwerfen, obwohl ich der Ansicht bin, dass es stark vom einzelnen Radix abhängt, und nicht immer ein Planet im 12. , 8. oder 6. Haus nun irgendwie problematisch sein müssen. Wenn so ein Planet zB schlechte Aspekte erhält, oder gleichzeitig im Zeichen ungünstig steht, wird das erst akut. Das sagt hin und wieder auch ein klassischer Astrologe.

    Aber eigentlich neige ich dazu, das 12. Haus nicht so negativ zu sehen, als wie manche Konstellationen im 8. Haus oder 6. Haus.
    Wir können vielleicht heute schon besser mit einer Einzelgängerrolle zurecht kommen, aber Verluste oder die Befürchtung, es kommt anders, als wie man hofft oder sich ausmalt (8. Haus) bereiten uns grundsätzlich Schwierigkeiten , und in einer Welt der Pflichten wird das 6. Haus fast schon immer überfüllt, egal welcher Planet darin steht.

    David Frawley schreibt, dass man sich im 12. Haus verliert, so verliert sich auch ein Planet darin, wir neigen dazu Eigenschaften eines im 12. Haus stehenden Planeten "zu verspielen" oder zu verlieren- weiterhin schreibt er: Haus der Aufgaben , Verluste und des Niedergangs, der Verschwendung und des Verfalls, wobei ich diese Entsprechungen allerdings nicht als sehr "kernig" empfinde, und eher Ableitungen eines 12. Haus-Prinzips bedeuten, - aber auf dieses reine Prinzip des 12. Haus bin ich auch noch nicht richtig gekommen, dass ich es formulieren könnte.

    Frawley bezeichnet aber die Häuser 6. 8 und 12 deshalb als schlechte Orte, weil sie Orte des Übergangs sind: um den DC und den AC (die Kernachse). Einzige Ausnahme bildet das 2. Haus, was in dieser Logik ja auch schlecht sein müsste, wenn das 8. Haus nach dem DC folgt . Das 6. Haus entspricht deutlich dem Übergang von einem Quadranten zu dem nächsten , wie man es beim 12. Haus auch findet.

    Er spricht übrigens noch von den stärksten Häusern in folgender Reihenfolge: 10. Haus , 7. Haus, 4. Haus und erstes Haus . Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch dass er sagt, dass ein Planet in 10 stärker als der Aszendenten wirken kann und das Leben des Horoskopeigners sozusagen mehr bestimmt, als wie der Aszendent.

    LG
    Stefan
     
  3. vergnuegt

    vergnuegt Mitglied

    Registriert seit:
    17. August 2006
    Beiträge:
    327
    Ort:
    im südwesten
    hallo, stefan,

    also wenn man nach der klassischen astrologie und frawley geht, sind die haeuser 6, 8 und 12 schon mal von vornherein schlecht und auch in fallenden haeusern (zusaetzlich 3 und 9) koennen sich planeten nicht so doll entfalten.

    ein haeufiger hinweis der psychologichen astrologie ist ja, dass man frueher einfach ein bestimmtes lebensschicksal aufgedrueckt bekommen hat (der sohn des schusters wurde schuster, der lebensweg war einfach klar). es gab keine grosse wahl.

    dass "andersartigkeit" (12. haus) - mit krankheit, verlust, muessiggang, ... passt natuerlich nicht in ein so strukturiertes weltbild.

    ist das 12. haus deshalb in der klassischen astrologie so negativ behaftet, weil es gegen die - seinerzeit - werte gerichtet war (und heute ja auch noch teilweise ist) - oder hat das andere hintergruende?

    :) stefan
     
  4. SandyEngel

    SandyEngel Guest

    oh, die diskussion finde ich ja spannend!

    ich habe jupiter im 12. haus und als laie nicht wirklich eine vorstellung davon, was das zu bedeuten hat.

    als ich einmal eine astrologisch kundige person bat, in mein horoskop zu schauen, obs hier irgendwelche hinweise dafür gäbe, ob ich sowas wie ein "stehaufmännchen-horoskop" hätte, da ich trotz vieler schwerer schicksalsschläge heute dennoch ein glücklicher mensch bin, der mit sich und der welt im reinen ist, bekam ich die antwort, dass jupiter im 12. haus dafür spricht, dass ich mir das alles nur in meiner phantasie einbilde und sie mir kein wort von dem glaubt, was ich erzähle :confused:

    wenns nicht so traurig wäre, könnte man fast drüber lachen....

    lg
    sandy
     
  5. jobe

    jobe Neues Mitglied

    Registriert seit:
    11. März 2008
    Beiträge:
    29
    Hi!
    Interessantes Thema.
    Das zwölfte Haus entspricht ja der Neptun/Fische Analogie. Alles, was damit zu tun hat, ist nebulös und schwer (be)greifbar. Transzendenz und ähnliche Begriffe schwirren da durch alle Bücher (die ich gelesen hab). Kosmische Liebe, eins sein mit dem Ozean des Lebens, allumfassende göttliche Liebe, alles Dinge, mit denen ich im Alltag wenig anfangen kann. Lebensuntaugliche Chaoten, hyperempfindsame Menschen die das Leben nicht ertragen, und in die Sucht flüchten. Solche sehe ich immer wieder mal, und die kämpfen anscheinend auch mit den neptunischen Themen. Rückzug von der irdischen Welt, Auflösung des Ichs im Sein, Rückverbindung zum Ursprung allen Seins sind noch ein paar Phrasen, die mir spontan aus meinem "hab ich mal irgendwo gelesen"-Speicher einfallen.
    Das alles sind Dinge, die so in unserer Welt keinen Platz haben. In unserer mitteleurpäischen Welt geht es um irdischen Wohlstand, um materielle Sicherheit, um Leistungsdenken, um sein Leben im Griff zu haben, und dabei auch noch happy und relaxt zu sein. Diese Paradigmen, die unserer Gesellschaft zugrunde liegen, machen es uns wahrscheinlich noch schwerer, die Neptun Analogie zu verstehen, oder besser, sich Neptun anzuvertrauen.
    Weil mit Verstand kommt man einem Wasserzeichen sowieso schlecht bei.
    Wenn man die Häuser als einen natürlichen Prozeß der Entwicklung eines Menschen betrachtet (Haus 1 - mal da zu sein, Haus 2 - sich selbst absichern, Haus 3 - seine nähere Umwelt kennenlernen, Haus 4 - sich seelisch wahrzunehmen, Haus 5 - sein Leben gestalten,.....), dann steht Haus 12 an letzter Stelle. Ich folgere daraus mal ganz unwissenschaftlich, einfach so, dass das 12. Haus etwas ist, das sich einem erst im fortgeschrittenem Alter erschließt. Und je besser man sich in den vorangegangenen Häusern (Entwicklungsphasen) entfalten konnte, desto eher kann man auch das 12. Haus erleben (vs erleiden).
    Was fällt euch zum 12. Haus ein?
    Lg
    Jobe
     
  6. Iakchus

    Iakchus Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    8. August 2005
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    4.208
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    Hallo Stefan,

    Ich glaube auch , dass die heutige Welt aber auch die des Mittelalters wenig Zeit für die Innenschau bietet, für die Reinheit des Selbst (also Ehrlichkeit gegenüber sich selbst) und es kann sein, dass der "Rückzug um sich zu besinnen" sogar ein wichtiger Aspekt des 12. Hauses ist. Da ist klar, dass jeder psychisch Kranke , aber sagen wir mal vielleicht "harmlos" Kranke (also nicht grad die Triebtäter), automatisch aus dem Raster fällt, weil er eben nicht so den Draht zu der Welt um sich herum hat, vor allem wenn der dann in der Irrenanstalt weg geschlossen wird, weil keiner mit ihm was zu tun haben will.

    @Sandy
    Jupiter in 12 bringe ich irgendwie auch schon mal in Verbindung mit einem gewissen ethischen Bewusstsein, man ist sich über vieles im Klaren, was lebenswerte Einstellungen angeht. Könnte diese aber auch schon mal auf andere projizieren (ist natürlich nur eine Möglichkeit unter vielen, und dann auch die negative Seite), dass heisst, man möchte, dass andere gewisse Einstellungen zeigen oder bestätigen, und legt zu viel Gewicht darauf, dass die anderen das tun, und es ist einem nicht so egal, wie es anderen egal sein kann. Die Motivation könnte sein, dass man es sich zu eigen macht, in gewisser Weise eben einfach mitfühlt.
    Aber ich weiss nicht, ob ich da allgemein richtig liege. Gab noch nicht so viele mit Jupiter in 12.
    Das mit dem Phantasieaspekt kann sein, aber wenn würde ich es nicht so schwarz malen, als würden diese Leute keinen Realismus mehr aufbieten. Sondern das 12. haus ist für mich im Grunde ein Haus, in dem Bilanz gezogen wird. Phantasie finde ich auch im 8. Haus, aber eine ängstliche Phantasie, man stellt sich das Schlechteste vor. Wie weit die Phantasie des 12. Hauses reicht , hängt wohl davon ab, welcher Planet darin steht oder wie das Radix im Ganzen aussieht. Man stellt sich da vielleicht mit einem Jupiter schon mal eine Welt vor, aber das muss ja nicht surreal, illusionär oder verschroben sein, da eine gesunde Phantasie auch Sinn macht, weil die Welt doch eh nur INTERPRETATION ist. Also Konstrukt unserer Einstellung und unserer Gedanken. Ich glaube das kann man sich mit dem 12. Haus gut bewusst machen, dass wir es sind, die die Welt erschaffen. Und dass es nicht so sehr an der Welt liegt, wie wir die Welt wahrnehmen. Das zeigt übrigens auch die Hirnforschung.

    LG
    Stefan
     
  7. Pars Fortuna

    Pars Fortuna Mitglied

    Registriert seit:
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    Darmstadt
    Hallo vergnuegter Stefan,

    ich dachte, Du hättest ein Buch von John Frawley? In der klassischen Astrologie nach Lilly/JOHN Frawley haben diese Häuser u.a folgende Bedeutungen:

    6. Haus: Krankheit, Krankenhäuser, Diener, Sklaven, Angestellte, kleine Tiere, Dinge, die einem von außen angetan werden.
    8. Haus: Tod, Geld anderer Leute, Testamente
    12. Haus: Geheime Feinde, geheime Dinge, Dinge, die vor dem Fragesteller versteckt sind. Dinge, die aus eigener Schuld geschehen, mit denen wir uns selbst das Leben schwer machen, Gefängnisse, große Tiere.

    Für weitere Informationen zu den Häusern, siehe
    Deborah Houlding: The Houses - Temples of the Sky
    oder
    John Frawley: Die wahre Astrologie.
    oder
    John Frawley. The Horary Textbook
    oder
    bei Skyscript
    oder oder oder. Man muss es nur lesen.

    Das 6. und 12. Haus sind fallende Häuser, die, im Gegensatz zum 3 und 9., nicht von Aszendent angeblickt oder aspektiert werden.

    Hallo Jobe,

    das 12. Haus hat NICHTS mit Fische/Neptun/Jupiter zu tun. Das ist eine moderne Erfindung und in diesem Thread geht es um klassische Astrologie.

    Hallo Sandy,

    da hast Du aber eine "tolle" Astrologin erwischt. Ich hoffe, keine klassische, aber auf jeden Fall eine, die ihren Beruf verfehlt hat, denn das ist menschlich und fahlich schlecht.
    Wie sich ein Jupiter in 12 bemerkbar macht, hängt u.a. davon ab, in welchen Würden er steht (also in welchem Zeichen usw.) und welche Häuser er beherrscht.

    LG Markus
     
  8. vergnuegt

    vergnuegt Mitglied

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    im südwesten
    hallo, markus,

    ja ich habe den frawley gelesen, aber WARUM gerade 6, 8 und 12 so schlecht sein sollen, habe ich nicht herausgelesen ... ueberlesen?

    :) stefan
     
  9. believe

    believe Aktives Mitglied

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    20. Februar 2008
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    12.428
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    Ungefähr .... hm .... hier
    Hallo Stefan!

    Da ich selbst eine sehr starke Fische/12/Neptun-Betonung habe, kann ich da ein Wörtchen mitreden!
    Die klassischen Auslösungen habe ich alle durch! :D
    Inzwischen weiß ich, dass Fische ja für das Ende eines Zyklus steht. Die Seele zieht sich in sich selbst zurück und bereitet sich auf einen neuen Zyklus vor. Diese ganzen "Gefangenschafts"symbole stehen für den Mutterleib, in dem man zwar nicht frei, aber geschützt ist! :)


    Liebe Grüße


    believe
     
  10. vergnuegt

    vergnuegt Mitglied

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    hallo, believe,

    das stimmt - fuer eine psychologische deutung.

    eine klassische deutung:

    "Wie alle fallenden Häuser – jeweils das letzte Haus eines Quadranten: 3, 6, 9 und 12 – ist auch das 12. Haus nicht gerade gut beleumundet. „Fallende Häuser gelten als schwächste Orte der Sphäre“ 1). Es ist von seiner Grundstimmung übel und man sollte bei seiner Geburt tunlichst darauf achten, dass sich hier kein Planet befindet. Leider gelingt das nicht immer. So muss, wer eine starke Betonung des zwölften Hauses mitbringt, unter anderem rechnen mit:

    • Gefangenschaft, Kerker
    • langen Kranken- und Irrenhausaufenthalten
    • Vereinsamung
    • Schicksalspessimismus
    • heimlichen Feinden
    • Verzweiflung
    • Selbstschädigungen
    • asozialen Anlagen
    • Laster
    • Unehre
    • Strafen
    • Einschränkungen aller Art
    • und einem schlechten Verhältnis zur Schwiegermutter.

    Es taucht die Frage auf, warum das 12. Haus all diese Übel in sich vereinnahmt. Einerseits kann man nun darauf hinweisen, dass es früher mit Saturn in Verbindung gebracht wurde – dem großen Übeltäter. Doch diesen Hinweis finde ich nur mäßig befriedigend. Womöglich hat es damit zu tun, dass es nach der Zählweise das letzte Haus ist – also der Bereich, der irgend etwas mit „Ende“ zu tun hat; kurzum mit dem Tod. Doch der Tod taucht hier nicht selbst auf. Vielmehr scheint es sich um einen „gesellschaftlichen Tod“ zu handeln, also um den Ausschluss aus der Sozialgemeinschaft.

    Freiherr von Klöckler schreibt in diesem Zusammenhang: „Zur Begründung der Mittel- und Endfeldtypologie (also der angeblichen Schwäche fallender Häuser H.F.) ist weder ideell noch empirisch etwas Sicheres aufzuweisen, man bleibt auf rein astrologische Erfahrungen angewiesen.“ "

    http://www.astrologie-zentrum-bremen.de/html/24_2005.html

    das - aus meiner sicht - abschreckende an der klassischen astrologie ist, dass sie einfach sagt: aufgrund deines horoskops bist du ein schlechter mensch, wenn du planeten in bestimmten haeusern hast und du hast ueberhaupt keine moeglichkeiten, dies zu aendern.

    wenn das 12. haus in der klassischen astrologie alles schlechte dieser welt vereint, muessten alle diktatoren sieben planeten im 12. haus haben :) - wenn man sich z. b. hitlers horoskop ansieht, ist dies aber nicht der fall (auch wenn die geburtszeit nicht ganz geklaert ist).

    ich habe fuenf der sieben klassischen planeten im 12. haus - war aber noch nie in einem irrenhaus, habe keine langen krankenhausaufenthalte hinter mir, ja, vorbstraft bin ich auch nicht, ...

    ich finde die methoden der klassischen astrologie sehr interessant und sehr bereichernd, aber die deutung .... scheint mir - um es vorsichtig auszudruecken - im augenblick sehr zweifelhaft.

    klar hatten die leute frueher wenig entwicklungsmoeglichkeiten - und natuerlich ist der "freie wille" in jedem horoskop aeusserst begrenzt. aber ist es nicht einfach eine deutung fuer diejenigen, die sich nicht in die gemeinschaft einfuegen konnten/wollten - dass man sie stigmatisiert hat durch haus 12?

    irrenhaeuser, krankenhaeuser, gefaengnis - das ist ja einfach eine "auswirkung", eine folge von einem vorangegangenen verhalten (oder krankheit) - oder eben zuschreibung.

    der hinweis auf schwaechere haeuser - o. k. (da gibt es ja vier), aber es ist auch fraglich, ob extrem stark stehende planeten in ihrem domizil, haus, ... nicht in eine voellig uebersteigerung verfallen ... es kommt doch darauf an, was man daraus macht - oder? selbst in der klassischen astrologie? :zauberer1

    :) stefan
     
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