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1 Gedanke zum Erfolg

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Diskussionen" wurde erstellt von Cosmicwishing, 10. Oktober 2011.

  1. Cosmicwishing

    Cosmicwishing Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Oktober 2011
    Beiträge:
    19
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    1 Gedanke zum Erfolg:

    Erfolg hat oft
    genauso viel
    mit Tun,
    wie mit Nicht-Tun,
    zu tun.

    Nicht-Tun bedeutet
    (los)lassen,
    geschehen lassen,
    vertrauen,
    (spielerische) Leichtigkeit.

    Im Chinesischen heißt das dann:
    „Wei Wu Wei“, Tun ohne zu tun (Laotse).

    Im Tun sind wir meist sehr gut.
    Wie steht es mit unserem Nicht-Tun ?

    Alles eine Frage der Balance...:)

    Alles Liebe

    Cosmicwishing
     
  2. MakiRai

    MakiRai Mitglied

    Registriert seit:
    8. Oktober 2011
    Beiträge:
    49
    Ich habe schon mal über das Nicht-Tun in einem der Castaneda-Romane gelesen und im Spiel des 5-Tiere-QiGong finden sich Beispiele der Umsetzung des manipulativen Nicht-Tuns um Energieblockaden zu lösen. Stimmt, durch das Nicht-Tun kommen Vorstellungen beizeiten ganz von selbst. Wirklich ein interessantes Thema. Bogenschiessen ist auch eine gute Sache hierfür.

    Herzlichen Gruß, MakiRai
     
  3. Lifthrasir

    Lifthrasir Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Juli 2009
    Beiträge:
    3.337
    Ort:
    Nanhai, Foshan, PR China
    Ob "Tun ohne zu tun" auch gleichzusetzen ist mit Nichtstun ist gerade in der chinesischen Kultur mit Vorsicht zu genießen, weil chinesische Sprichwörter oft nur aus 4 Schriftzeichen bestehen und sich dahinter eine ganze Geschichte verbirgt, die aus dem Sprichwort selber nicht wirklich zu ersehen ist.

    Konfuzius lehrte: "Der kleine Mann steht wenn er noch liegt, er geht wenn er noch steht und er sitzt wenn er noch geht. Der Edle steht wenn er steht, er geht wenn er geht und er sitzt wenn er sitzt."

    Mit dem Hinweis auf das Bogenschießen - und zwar auf das Zen-Bogenschießen sind beide "Lehren" anzuwenden. Wenn Du Bogen schießt dann schieße den Bogen und denke nicht an etwas anderes. Wenn Du den Bogen löst und den Pfeil fliegen lässt, dann löse ohne Gedanken, nur aus der inneren Ruhe heraus, ohne den Willen das Ziel zu treffen.

    "Tun ohne tun" kann so auch bedeuten nicht Nichts zu tun, sondern in sich ruhig zu sein --- denn Handlungen aus innerer Ruhe heraus, aus der inneren Balance zwischen Yin und Yang heraus, mit ganzem Herzen ausgeführt, führen zum Erfolg.
     
  4. Cosmicwishing

    Cosmicwishing Neues Mitglied

    Registriert seit:
    4. Oktober 2011
    Beiträge:
    19
    Hallo Lifthrasir !

    Vielen Dank für Deinen interessanten Beitrag,
    gefällt mir :)!

    Liebe Grüsse

    Cosmicwishing
     
  5. MakiRai

    MakiRai Mitglied

    Registriert seit:
    8. Oktober 2011
    Beiträge:
    49
    Ja, das auch. Muss ja nicht nur Kyūdō sein.
     
  6. Lifthrasir

    Lifthrasir Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5. Juli 2009
    Beiträge:
    3.337
    Ort:
    Nanhai, Foshan, PR China
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    :lachen: jetzt muss ich über mich selbst lachen! Ja, ich glaube mein Gedanke war auch mehr auf das Kyudo Bogenschießen gerichtet - gibt es da einen gravierenden Unterschied?
    Ich sprach jetzt speziell Zen an, weil es mit der asiatischen Mytoligie verbunden ist und in der asiatischen Mytologie eben das Bogenschießen als soches einen anderen Stellenwert einnimmt, als das im Westen übliche Olympische Bogenschießen.

    Ich selbst habe eine Zeitlang englischen Langbogen geschossen, Bogen, Pfeile und auch alle andere Ausrüstung selbst angefertigt. Ich gehe mehr in Richtung asiatisches Bogenschießen, denn ich schieße instinktiv da ich mit dem Holzbogen (nicht belegt) nicht zielen kann - pardon Vergangenheit, denn die letzten Jahre, seit ich in China arbeite, bin ich leider nicht mehr dazu gekommen - Pfeile fliegen zu lassen.

    Doch das sind nur Details am Rande.

    Jacky Chan hat einen Film gedreht, der nicht nur dem Titel nach ähnlich mit einem anderen Film ist, gemeint ist Karate Kid. Es gibt in dem Film eine Szene, in der Xiao Dre und der Hausmeitser (gespielt von Jacky Chan) ein Kloster auf einem Berg besuchen um dort aus der Drachenquelle zu trinken. Beim Aufsteig beobachtete Xial Dre eine Frau, die im Gleichklang mit einer Schlange sich bewegte und meinte die Frau hätte die Schlange in ihren Bewegungen immitiert.
    Doch es war die Schlange, die den Bewegungen der Frau gefolgt ist, weil die Frau in sich ruhig war. Xiao Dre meinte die Frau hätte also die Schlange kontrolliert, weil sie nichts getan hätte? Und die Antwort darauf war, dass es einen großen Unterschied zwischen Nichtstun und innerer Ruhe gäbe.

    Deswegen denke ich "Wei Wu Wei" Tun ohne tun bedeutet nicht Nichtstun sondern Tun aus der inneren Ruhe...

    ...und das mit ganzem Herzen und ganzem Bewusstsein.

    Verbinde ich nach meiner Ansicht Laotse "Wei Wu Wei" mit der Lehre des Konfuzius und der Lehre des Zen oder Kyudo Bogenschießen, so handele ich aus innerer Ruhe heraus nicht auf das Ziel ausgerichtet erfolgreich zu sein, sondern mit ganzem Herzen auf die Handlung konzentriert --- und meine Handlung wird erfolgreich sein.
    Tun ohne das Tun auf das Ziel auszurichten, sondern tun aus der inneren Ruhe mit dem Bewusstsein auf das Tun.
     
  7. MakiRai

    MakiRai Mitglied

    Registriert seit:
    8. Oktober 2011
    Beiträge:
    49
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    Meine Erfahrung im Bogenschiessen ist weniger asiatischer Natur. Sie liegt eher in einem Bereich, der auf europäischem Niveau angesiedelt ist. Vielleicht ist es aber auch die Vielfältigkeit meiner Beobachtungen im praktischen Umgang mit hunnischen/ungarischen Reiterbögen, englisch/amerikanischen Langbögen und der Philosophie asiatischer Kulturen als auch die taktische Bedeutung dieser Waffen in der Menschheitsgeschichte. Das hat zwar nicht viel mit der ursprünglichen Thematik zu tun, aber dennoch lässt sich, glaube ich, für jeden beizeiten individuell ein Zustand begreifen, der sich in vielerlei Hinsicht manifestiert ohne dieses Phänomen explizit in seine Bestandteile zu zerlegen und erklären zu müssen. Traditionelles Shotokan-Karate zum Beispiel hat mich beizeiten ganz eigene Zustände erfahren lassen, die ich hier nicht näher beschreiben will. Man kann sie nur erfahren, und das gilt auch für so vieles mehr mit dem man sich eingehend beschäftigt.
     
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