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  #1  
Alt 29.07.2002, 22:22
alwin alwin ist offline
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Ureinwohner im Naturverständnis

Hallo an alle Besucher

Mich interresiert vor allem das Naturverständnis von
Ureinwohnern, und da ich mich selbst erst langsam damit
beschäftige, weil meine diesbezüglichen Erfahrungen in vergangenen Leben nicht gerade nett sind, könnte ich eine
positive Einstellung dazu gut zur Verarbeitung gebrauchen.
Leider habe ich nur gute Erinnerungen damit, wenn es um
das Wissen über die Naturbetrachtung bis hin zu den Tieren
geht. Sobald damit aber Menschen in Berührung kommen,
sehe ich allerlei widerwärtige Einmischung und Beeinflussung
durch Rituale, Flüche und dergleichen. Da ich das auch selbst
praktiziert habe, kann ich mich bedauerlicherweise nicht
davon distanzieren und es heute nicht mehr zu tun,
befreit mich nicht von der inneren Auseinandersetzung.
Vielleicht ist es ein Anfang, zuerst eine äussere
Auseinandersetzung in Gang zu bringen.

Liebe Grüsse Alwin
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  #2  
Alt 03.08.2002, 00:39
Dawn Dawn ist offline
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Question Naturverständnis

Hi Alwin,
wen bezeichnest du als Ureinwohner?
Und was meinst du damit, dass du Erinnerungen vom Wissen der Naturbetrachtung und der Tiere hast?

Gruß Dawn
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Der Willige wird vom Schicksal geführt, der Störrische geschleift. Seneca
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  #3  
Alt 04.08.2002, 20:37
alwin alwin ist offline
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An Dawn

Ureinwohner
Naturbetrachtung

Als Ureinwohner meine ich Völker, die in dichten Wald-
und Dschungelgebieten gelebt haben und ja leider nur
noch zum Teil auch heute noch darin leben. Diese leben
und lebten für mich in einer Art Symbiose mit der Natur,
also der Pflanzen- und auch Tierwelt. Ich kann mich recht gut
an die Mammutzeit erinnern, so wie an die Hochblüte der
Mayas und noch einiges mehr. Meinen Abschluss fand ich
darin, dass ich bei dem letzten Tier das ich erlegte, einer
Hirschkuh, dieser sterbend in die Augen sah. Der Augenblick
war für mich das Signal, dass ich fortan keine Tiere mehr
töten wollte und die innere Auseinandersetzung damit
habe ich bis heute noch nicht abgeschlossen. Das war
vor über zweitausend Jahren.

Mit der Naturbetrachtung im Einklang leben, gipfelte zum
einen in der Vorschilderung und dann in dem, dass ich mich
aus gewissen Gründen etwa 100 Jahre in einem Baum
regenerieren musste, oder das, was von mir bei jenem
Vorfall gegenständlich übrigblieb, der sich ereignete.

Gruss Alwin
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  #4  
Alt 06.08.2002, 23:46
Dawn Dawn ist offline
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Ahja, das habe ich verstanden.
Nun, soweit zurück erinnere ich mich nicht mehr, aber tief im Unbewußten existieren noch einige Sequenzen, die sich in bestimmten Situationen wieder an die Oberfläche drängen.

Im Prinzip bin auch ich von der Sehnsucht gequält, mich wieder mit der Natur zu vereinen. Doch irgendwie fehlt mir der Mut und der Ansporn dazu.
Heute war ich nach langer Zeit mal wieder im Zoo. In den letzten Jahren hat sich dort viel verändert, was das Verständnis zur Haltung von Tieren betrifft. U.a. wurde ein alter Bauernhof aufgebaut, mit allen Tieren, die man früher, vor 50-100 Jahren, dort vorfand. Als ich den Stall betrat, in dem 2 Kühe, 4 Schweine, 10 Ferkel, 3 Ziegen ihren Raum hatten, kam sofort meine Kindheit wieder hoch. Diesen Geruch, diese Geräusche kannte ich noch. Sentimentale Nostalgie überfiel mich und ich schwärmte von damals. Dabei erinnerte ich mich allerdings auch an die unsägliche Plackerei, die Tag für Tag wieder getan werden mußte.

Leider haben wir uns so weit vom Ursprung entfernt, dass vieles nur noch als Mythos existiert. Ich glaube, dass es auch nicht mehr möglich sein wird, dass die Menschen sich zurück besinnen und die Tiere und Pflanzen als lebende Wesen mit Seele und Empfindung betrachten und entsprechend achten und respektieren. Mich macht das wütend und traurig. Denn alles Leid, das wir den Tieren und Pflanzen antun, wird unweigerlich auf uns zurück fallen.

Ganze Weltalter von Liebe werden notwendig sein,
um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten.
Christian Morgenstern

Gruß Dawn
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  #5  
Alt 07.08.2002, 22:55
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Delphi Delphi ist offline
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Natuverständnis und Tiere

Hallo !

Auch mir geht es ähnlich wie euch,so das ich manchmal fast den mut verliere.
Denoch beobachte ich in neuester Zeit vermehrt rückströmungen zu der Lebensweise mit der Natur und vor allem mit dem Zugeständniss ,das auch Tiere eine Seele besitzen ,so wie es auch die Ureinwohner verstanden haben.Als kleines Beispiel möchte ich hier nur die zunehmende Anzahl von Offenstallhaltung von Pferden und eine zunehmende Diskusion um Artgerechte Haltung nennen.

Viel Kraft und Vertrauen
Delphi
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  #6  
Alt 08.08.2002, 22:47
Dawn Dawn ist offline
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Naturverständnis

Ich lebe in einer kleinen Stadt auf dem Land. Nachts um 23.00h ist in meiner Wohngegend totale Stille. Morgens wecken mich die Vögel, bevor der Verkehr beginnt. Wenn ich zur Arbeit fahre, geht mein Weg über Landstraßen, durch die Felder. Ich sehe die Wildblumen blühen, die immer mehr werden. Die Klatschmohn säumen die Getreidefelder. Ich sehe, wie das Korn steht, wie die Rüben wachsen, wie der Raps blüht. Ich sehe aber auch die unzähligen toten Tiere auf den Straßen, für die ich immer ein Gebet für ihre Seelen spreche.
Meine Kollegen beharken mich schon seit Jahren, ich soll doch in die Stadt ziehen, damit mein Weg nicht mehr so weit ist. Sie können nicht verstehen, dass ich das letzte Stückchen Natur, das ich erleben darf, nicht aufgeben will.

Man muss weit fahren, wenn man unberührte Natur erleben möchte.
DenGötternseiDank, habe ich meinen Kindern etwas von meinen Erfahrungen als Kind, das in einem Dorf aufwuchs, mitteilen können. Heute kommt mein Sohn zu mir und beklagt sich, dass niemand den Sonnenaufgang bemerkt, die Wolkenformation bewundert oder die Nebel. Es wird nur übers Wetter gemeckert.
Und überall werden Umgehungsstraßen gebaut, die unsere Landschaft zerstören, den Tieren ihren Lebensraum nehmen und Lärm verbreiten.
Den Weg, den wir eingeschlagen haben, werden wir bis zum bitteren Ende gehen müssen. Die Boten der Klimaveränderung sind eingetroffen.
Unser Naturverständnis ist verkümmert und verkommen. Natur hat sich nach uns zu richten, wenn nicht, dann wird eben betoniert. Und dann großes Geschrei, wenn Dörfer und Städte absaufen, Lawinen und Muren Straßen verschütten.
Die Natur braucht uns nicht.
Die Erde wird sich uns entledigen, damit sie wieder heilen kann, denn mit uns geht das nicht.

Gruß Dawn

Was wollte ich bloß damit sagen?
Ach Ihr versteht mich schon!
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  #7  
Alt 09.08.2002, 05:53
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Delphi Delphi ist offline
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Naturverständnis

Hallo Dawn !

Hört sich sehr deprimierend an was du da schreibst und leider trifft es den Nagel auf den Kopf.
Was ich dem entgegen setzen könnte ist nur die Hoffnung die ich nicht aufgeben möchte ,das sich mit der Zeit ein Wandel in den Herzen der Mennschen vollzieht und sich dieses durch die vielfälltigen verbreitungsmöglichkeiten recht schnell potenziert.
Das in diese Richtung im Gange ist beweißt alleine dieses Forum und viel andere änliche Kreise.
Leider fehlt mir das Wissen und die hellseherische fähigkeit ob diese Bemühungen unsererseits ausreichen zu korrigieren was wir verbogen haben und noch verbiegen.Denoch hoffeich auch auf Unterstützung aus der Geistigen Welt,warum sonst wären wir noch hier.

Viel Kraft und Vertrauen
Delphi
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  #8  
Alt 09.08.2002, 10:17
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Walter Walter ist offline
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Ich sehe es beleibe nicht so negativ - es hat sich schon sehr viel zum besseren gewandelt.
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  #9  
Alt 11.08.2002, 02:24
Dawn Dawn ist offline
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Hi Walter,

beschreib doch bitte mal, was sich zum besseren geändert hat.
Mir fällt da absolut nichts ein.

Als ich Kind war, holte ich jeden Abend frische Milch vom Bauern, die ich kuhwarm aus der Milchkanne trank. Wir Kinder spielten grundsätzlich auf der Straße mit Rollschuhen, Rollern, Fahrrädern, etc. Wenn mal ein Auto kam, wurde es bestaunt. Unser Gemüse kam frisch und ohne Kunstdünger aus dem Garten. Wir spielten frei und ohne Einschränkungen in Scheunen, Gärten, Wald und Feldern.
Wenn ich meinen Kindern erzähle, welche Abenteuer wir erlebt haben, können sie es nicht glauben.
Die Schweine und Kühe wurden nicht im Akkord massakriert, sondern beim Dorfschlachter. Das heißt, weniger Stress und Angst für die Tiere.
Ich könnte endlos so weitermachen.

Was ich aber am gravierensten finde ist, dass nicht nur die Umweltzerstörung im gigantischen Maß voranschreitet. Jedes Jahr wird Urwald in der Größe des Saarlandes für immer zerstört. Die Gletscher reichen nicht mehr in die Täler. In der Arktis brechen Eisschollen in der Größe von Niedersachsen ab. Die Meeresströme verändern sich, El Nino wird immer öfter auftauchen.
Jedes dritte Kind hat Allergien, jeder fünfte Erwachsene ebenso.
Die Männer werden zunehmend unfruchtbar, weil zuviel hormonverseuchtes Fleisch konsumiert wird. Penicillin verliert seine Wirkung, weil das Fleisch mit Penicillin verseucht ist. Die alten Seuchen tauchen wieder auf. Neue Seuchen entstehen. Bekannte Bakterien sind nicht mehr zu kontrollieren, weil sie ihre Struktur verändern. Undsoweiter.
Von Genmanipulationen will ich garnicht erst anfangen.

Was ist denn nun besser geworden?
Naturverständnis ist doch nur was für "Spinner" und Ökofreaks. Der Normalbürger will mit seinem Auto von A nach B fahren. Klimaveränderung? Doch nicht von meinem Auto, ich habe Kat!
Niederere Temperaturen in der Wohnung? Warum soll ich frieren?
Kein Fleisch essen? Wozu sind denn Tiere sonst da?
Nicht mehr in Urlaub fliegen? Ich will aber Sonne haben und bruzzeln, egal, ob ich in 20 Jahren Hautkrebs habe, das ist noch lange hin.
Mein Wohnzimmer wird mit Mahagoni getäfelt. Das bischen Holz macht den Kohl auch nicht fett.
Ich trinke am liebsten aus Dosen. Sind doch billig, egal, ob dabei pro Dose 100 l Wasser verschwendet und Flüsse verseucht werden.
Ich mag nicht mehr weiter machen.
In den 50 Jahren, in denen ich gelebt habe, hat sich in der Natur ALLES zum schlechteren geändert. Noch nie sind so viele Tiere ausgestorben, wie in den letzten hundert Jahren.

Gruß Dawn
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  #10  
Alt 11.08.2002, 06:38
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Delphi Delphi ist offline
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Was ist besser geworden ?

Hallo Dawn !

Es ist eine Menge z.T auch überaus berechtigte Resignation in deiner Schilderung zu erkennen.Mir geht es oft genauso und am liebsten würde ich die Zeit zurückdrehen zu dem Zeitpunkt,wo wir noch mit Herz und Sachverstand mit der Natur und nicht gegen sie gelebt haben.
Aber wie bereits geschrieben ,den Kopf in den Sand stecken nützt nichts ,den auch wir haben bereits wenn auch unwillig bereits unseren Beitrag zu Zerstörung geleistet.
Ich möchte nicht als uneinsichtiger Weltverbesserer dastehen,denoch ist meine einzige Hoffnung ,das sich in Foren und Gruppen wie diese überall auf der Welt Leute beginnen Gedanken zu mach und auch entsprechende Handlungen folgen lassen.Mit dementsprechendem Beistand aus der geistigen Welt wird dann das Schlimmste hoffentlich zu vermeiden sein.
Es ist unsere Pflicht und Schuldigkeit unser Menschenmöglichstes für die Natur und alle Lebewesen zu tun,denn letzentlich ist es ein Lernprozess für die Menschheit.
Hier noch ein Spruch zum Schluß der sich in unser Herz einprägen sollte:
Es ist wesentlich besser ein Licht anzuzünden als sich über die Dunkelheit zu beklagen !!!!


Bitte trage auch du weiterhin dein Licht ins Dunkel,es ist die einzige Möglichkeit die wir haben.

Alles liebe und viel Licht

euer Delphi
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  #11  
Alt 16.08.2002, 00:35
Dawn Dawn ist offline
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Naturverständnis

Hi Delphi,

es stimmt, wenn du meinst, dass ich eine Spur resigniert bin.
Da ich sehr mit der Natur verbunden bin, tut es mir weh, wenn ich sehe, dass unser sogenannter Fortschritt unsere Welt rasend schnell zerstört.
Aber ich sehe auch die kleinen Versuche von mutigen Menschen, einen Schritt zurück zu machen und diesen Fortschritt aus anderem Blickwinkel zu betrachten und in Frage zu stellen.

Da ich auch das Leben unseres Planeten ganzheitlich betrachte, vertraue ich auf die Selbstheilungskräfte unserer Mutter Erde.
Sie wird die Dinge in die Hand nehmen und klären. Auch wenn es auf unsere Kosten geht (siehe Flutkatastrophen in Europa), es wird sich regeln.

Aber wie Martin Luther schon sagte: Auch wenn ich wüßte, dass morgen die Welt untergeht, würde ich noch heute ein Apfelbäumchen pflanzen!

In diesem Sinne
Gruß Dawn
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  #12  
Alt 22.08.2002, 23:51
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Delphi Delphi ist offline
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Naturverständnis

Hallo Dawn !

Schön hier in diesem Forum gleichgesinnte zu finden und zu wissen ,das wir mit unseren Ansichten nicht alleine dastehen.Ich hoffe es wird sich weiter vermehren und uns weiter zurück zu Mutter Natur treiben.
Was mich allerdings auch immer etwas nachdenklich und mutlos macht ist die Tatsache,das gerade bei solchen verherenden Naturkatastrophen wie gerade oft immer sofort die falschen Schlüsse Propagiert werden,vorallem von den Medien immer Schuldige gesucht und der alte Zustand schnellstmöglich wieder hergestellt werden soll.
Denn Tatsache ist doch das die Erde ein Lebewesen ist und sich ständig verändert,wir dagegen sind immmer unbeweglicher und Raffgieriger geworden und genau diese Werte werden uns doch durch die Flut genommen.Es wird niemand getötet,der frühzeitig bereit war seine scheinbare "Sicherheit" zu verlassen.Die Naturvölker währen bereits bei den ersten Warnsignalen weitergezogen und die Flut hätte bei weitem nicht dieses unheil anrichten können wie bei uns.



Alles Liebe Delphi
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  #13  
Alt 25.08.2002, 22:49
Dawn Dawn ist offline
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Naturverständnis

Das Fatale an solchen "Naturkatstrophen" ist doch, dass wir die Ursachen nicht erkennen wollen. Der Mensch ist die Ursache.

Es liegt nicht nur am starken Regen. So etwas hat es immer schon gegeben. Das Fatale beginnt doch schon viel früher. Es werden ganze Wälder abgeholzt, um Skigebiete zu bekommen. Es werden Bäche und Flüsse begradigt, wodurch die Fließgeschwindigkeit schon übermäßig erhöht wird. Die Ufer werden betoniert, mit Straßen und Häusern zugebaut. Marschgebiete werden immer weniger, da sie ja kein Geld bringen.
Eine Weile läßt sich jeder Fluss so in ein Korsett zwingen, aber nicht für immer.
Die Menschen müssen endlich begreifen, dass sie die Natur nicht bezwingen können. Ein Fluss holt sich zwangsläufig immer wieder das zurück, was ihm genommen wurde. Das wird auch so bleiben.

Das gilt auch für die Küste, sowie für Vulkane.
Wer in solchen Gebieten wohnen will, muss mit der Gefahr und dem Untergang leben.

Würden wir noch einen Funken Naturverständnis besitzen, würden wir den Flüssen den nötigen Respekt zollen und ihnen ihren Raum zurück geben und damit unzähligen Tieren und Pflanzen ihren Lebensraum.
Doch leider ist der Glaube, ein höherer Deich löst alle Probleme, der einzige Glaube. Wie fatal.

Gruß Dawn
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  #14  
Alt 30.08.2002, 22:36
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Delphi Delphi ist offline
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Naturverständnis

Hallo Dawn !

Sicherlich hast du wieder Recht und es läßt sich nur unter der Erkenntnis zusammenfassen ,das der Mensch erst dann aufwacht wenn das "Kind" im Brunnen liegt bzw. die Katastrophe da ist.
Aber dies ist sicherlich Teil des übergreifenden Lernprozesses und schließlich müssen wir auch ganz ehrlich zu uns selbst sein und zugeben das wir alle die Zusammenhänge zwar erkennen und anmahnen aber letztentlich doch in dem großen Spiel mitspielen.

Aber versuche auch wie bereits geschrieben das Licht im Dunkel zu finden,wie z.B. die vielen Freundschaften wo neu entstanden sind ,die unheimlich große Hilfbereitschaft und Spendenfreudigkeit sowie ein wieder näher Zusammenrücken zwischen vielem Menschen sind nur einige Beispiele die ich hier nennen will.


Wir haben alle daran zu lernen

Alles liebe

Delphi
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  #15  
Alt 05.09.2002, 11:31
alwin alwin ist offline
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An die hier Beteiligten

Ich sehe hier bei euch eine starke Anteilnahme am
Schicksal der Natur, und das macht Mut !
Bei der Betrachtung dieses Umstandes kann man deutlich
ausmachen, dass zur Bewusstwerdung der inneren und
äusseren Verhältnisse nicht viel mehr fehlt, als das, was
man als Schmerz darüber empfindet in seine Ursprünglichkeit
ganz Persönlich umzukehren. Die Natur ist aus dem Willen
der höheren Menschenwesen aufgebaut, die wir noch nicht
soweit in unser gegenständliches Dasein heruntergeholt
haben, dass eine Übereinstimmung zwischen Mensch und
Natur gegeben ist, aber ich gehe davon aus, dass die
Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur derart intim ist,
dass der Mensch sich mit gewissen Naturereignissen selbst
belohnt oder bestraft. Damit zwingen wir uns selbst zu
einer Auseinandersetzung, und ich glaube daran, dass wir
es nicht soweit kommen lassen, dass die Situation kulminiert.
Dazu gehört auch in der Tat, dass ein Mensch seine in
vergangenen Erdenleben erworbenen Erkenntnisse in sich
wiederbelebt, und das ist sehr wohl möglich.
Gruss von Alwin
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