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AW: Burnout - Folge versuchter Zwangsentfremdung von sich selbst ?
Zitat:
da muss man den mentor aber auch erklären dass zuerstmal die sachlage dargestellt werdn muss ... und da müssen beide auf einen grünen punkt kommen und zu den annähernd gleichen schilderungen kommen wenn man sich gegenseitig belügt kann man ja kein problem lösen weil der eine den anderen ja an der nase heumführt ansonsten leidet ja einer unter realitäsverlust oder wahnvorstelung oder ist eben vom wesen her verlogen, hinterhältig und gemein manchmal stellt sich dann raus sie hat ganz ein anderes problem ... war bei mir zumindest so ... der hat sich dann rausgeredet er hätte ein gesundheitliches problem ... wobei da vieles hindeutete das das auch nur gelogen war weißt man ist da ja damit konfrontiert dass die lügen und die sache verzerrt darstellen, damit sie sich dann unschuldig selbst als opfer darstellen die stellen sich ja nicht einfach hin und sagen ja ich bin scheisse ich bin hinterhältig und gemein .. ja das bin ich das war meine schuld - es tut mir leide und ich werd das in zukunft unterlassen und mich ändern ... eine derartige selbsteinsicht zu erreichen wäre das ziel des mentors - würd ich jetzt mal sagen erleuchtung feiern kann man auch dazu sagen grüße liebe daway |
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#62
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AW: Burnout - Folge versuchter Zwangsentfremdung von sich selbst ?
weil ich nicht aufhörte zu glauben das mit ihr gemeinsam lösen zu können
weil ich keine "petze" sein wollte und auch nicht sie vor andren seltsam hinstellen wollte weil ich mich wohl lange geweigert habe zu glauben dass sie mir schaden will und das, nicht klärung ihr ziel ist und letzlich: weil ich keine kraft mehr hatte |
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#63
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AW: Burnout - Folge versuchter Zwangsentfremdung von sich selbst ?
Zitat:
mich klein zu kriegen hat mir zwar enorm geschadet, aber ich glaub nicht dass sie dadurch auch nur einen zentimeter grösser geworden ist und ihr thema damit wirklich gelöst hat. das ziel sollte ja nicht sein dass sie sich selbst scheisse findet, sondern dass sie merkt was sie erreichen will und dass der versuch das auf die art zu erreichen scheisse ist und sie wahrscheinlich auch nichtmal wirklich weiterbringt. wenn das klar ist kann sie nach alternativen suchen wie das was sie wirklich will ansteuern , mit besseren methoden. |
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#64
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AW: Burnout - Folge versuchter Zwangsentfremdung von sich selbst ?
Hallo....
Burn-out, den erlebte ich 2010 kurz vor meinem 50. Geburtstag, auf den ich mich wirklich gefreut hatte. Etwa drei Wochen vorher hatte ich einfach den Kaffee auf...keine Kraft mehr...selbst der Gang zur Toilette dauerte Jahre-zumindest fühlte es sich so an....und eine unbekannte entlose emotionale Leere, obwohl ich mich bis daher als warmherzigen und offenen Menschen kannte. Aber eines Abends dachte ich nur noch: "Wenn alle meinen, sie müssten sich gegenseitig bis zum Umfallen ins Knie schießen, dann sollen sie ihre Kraft vergeuden. Ich habe keine Kraft mehr! Ich will nach Hause!" ....ich habe sogar mit Gott und den Engeln zu verhandeln versucht, sie sollen mich jetzt und auf der Stelle erlösen....meine Lebensaufgabe könne ich auch im nächsten Leben zu erfüllen versuchen....ich war kurz vor einem Suizid....ich fühlte mich so leer, dass ich weder Angst noch Dramatik in mir spürte...... Vom Selbstmord hielt mich nur der Gedanke ab, wie sich meine Kinder danach fühlen würden und dass sie wohl sehr schlecht damit fertig würden....also entschied ich mich für das Leben......ein, in dem Moment sehr uneigennütziger Entschluss..... Danach folgten die Depressionen.....Tränen ohne Ende....unwillkürlich flossen sie dahin....Konzentrationprobleme, Wortfindungsstörungen, Antriebslosigkeiten...Verlust des Selbst..... Es brauchte bis jetzt eineinhalb Jahre....obwohl ich nur 6 Wochen krank geschrieben war..... Reiki half mir über die schlimmste Zeit hinweg....fürchterliche Gedankenkarussels wurde zur Ruhe gebracht......ich fühlte mich teilweise, wie auf einer Zwischenebene, auf die ich mich immer wieder flüchtete. Dort fühlte ich mich zumindest sicher und wohl. Aber ich lebte nicht mehr....ich existierte und funktionierte und das löste widerum ein schlechtes Gewissen meiner Familie gegebenüber aus, die es doch verdiente, von mir geliebt zu werden....aber da war nichts mehr....nun kamen auch noch die Selbstvorwürfe zu dem Unverständnis der Umwelt hinzu, die meine Verhaltensänderung nicht einordnen konnte..... Nun gut....jetzt geht es wieder..... Im Nachhinein war der Burnout eine Chance für mich, denn ich änderte dadurch meine Prioritäten und lernte und lerne mich von einer ganz anderen 'Seite kennen und schätzen. Ich war früher immer der Helfer in der Not und war für Andere da....setze mich an die letze Stelle....machte mit 45 sogar noch einmal eine dreijährige Ausbildung zur Altenpflegerin..... Lernte aber auch Mobbing auf drei Arbeitsstellen kennen..... Heute meine ich, dass sehr, sehr viele Menschen schon Symptome von burnout in sich haben, nur dass sie es nicht erkennen.....sie bekämpfen sich gegenseitig und haben Angst vor psychischen Erkrankungen, dabei tragen sie sie schon in sich...schließlich ist die Seele-so denke ich- schon erkrankt, bevor der Körper Symptome zeigt. Ich finde es schlimm, wie die Menschen miteinander umgehen-egal ob privat oder beruflich- letztendlich habe ich keine Lust mitzumachen ....seitdem ziehe ich mich zurück und hoffe ebenfalls auf Menschen zu stoßen, die aus ihrer Krise gelernt haben, denn dafür sind Krisen da. Burnout tritt in den letzten Jahren so gehäuft auf, dass ich glaube, dass es ein Fingerzeig vom Universum ist, in uns zu gehen...und wahrscheinlich können wir es wirklich erst, wenn nichts mehr geht. Es ist eine anstrengende Zeit mit lauter Erkenntnissen- traurigen, wie auch bereichernden Erkenntnissen. Wenn es mal wieder ganz Dicke kommt, ziehe ich mich wieder auf die Zwischenebene zurück....nur ein paar Minuten...es ist wie Meditation....aber da fühle ich mich eins mit dem Universum und schnuppere an der Wärme und Geborgenheit, die mich erwartet, wenn mein Leben ein Ende nimmt....ein Ende, das ich nicht bestimmen werde. Und es gibt inzwischen wieder viele Sonnentage und Glücksmomente, die aber ich jetzt aber viel intensiver erlebe, wie vor der Krise......das Leben kann schön sein....... Ich glaube nicht, dass man mich depressiv nennen kann....aber nachdenklicher....auf der Suche, nach mir....nach dem Sinn des Lebens...nach meiner Lebensaufgabe....und und und.....und es ist spannend und ereignisreich....... Es ist schön morgens von zwitschernden Vögeln geweckt zu werden...die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren.....usw. Und nun frage ich mich, was das Ganze mit faulen Leuten zu tun haben soll?...Jeder der da durch gegangen ist, weiß wieviel Kraft es kostet und wie anstrengend es ist, sich mit sich selbst auseinander zu setzen und gegen den Druck des Umfeldes stand zu halten.....sich für die Liebe und den liebevollen Umgang miteinander zu entscheiden, statt im Kollektiv Gewalt auszuüben gegen sich und Andere und das permanent. Ich will das so nicht......ich träume von weniger Gewalt- psychischer wie körperlicher- und von einem angenehmen Mitander voller Achtung und Respekt vor Allem auf der Erde und dem Universum. |
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AW: Burnout - Folge versuchter Zwangsentfremdung von sich selbst ?
liebe Butterfly !
was genau es ist dass mir nun bei deinem bericht die tränen kommen...ich weiss es nicht und ich kann dich so gut verstehn. wir menschen sind eben so und es macht so müde manchmal. noch immer wird gekämpft und zerstört und sich um die möglichkeiten gebracht was alles machbar wäre wenn potentiale miteinander statt gegeneinander eingesetzt werden. noch immer werden menschen rauf, runter, hin und her gewertet statt einfach mal zuzuhören und verstehn versuchen. irgendwie wird sich das nie ändern denke ich und was sich derzeit in unserer gesellschaft tut lässt mich nicht grade hoffen. doch eine hoffung habe ich: wenn das ganze bis in extremste absurdität überzogen ist, dass dann mal ein sich einpendeln in gesünderen menschenfreundlicheren bereichen passiert. die hoffnung stirbt zuletzt sagt man lol wenns wenigstens not-wendig wäre... wir könnens eben noch nicht anders und manchmal ist das enorm frustrierend. sex mögen die meisten weils verdammt angenehme gefühle sind. so begegnungen von mensch zu mensch, stimmig, ist auf andre art wunderschön etwas so lösen dass sich beide gut in der lösung drin finden kann ein sehr kreativer und guter prozess sein der letzlich beiden freude macht. was also bringt menschen dazu sich von diesen angenehmen gefühlen fern zu halten ? an sich müssten sie sich angezogen fühlen davon. - sie kennen das so nicht - sie haben angst -.sie haben dringende bedürfnisse die sie meinen so nicht befriedigt zu bekommen -......................... -......................... - keine ahnung was alles noch für mich ist es so: ich kenns und mich ziehts zu diesen stimmigkeiten reagiere ich also anders sind grund zwei und folgende dafür "zuständig". morgen werd ich mal auf die vögel horchen, vielleicht fällt mir wieder auf wie schön das ist jedenfalls freuts mich zu lesen wir du die schönen momente nun wieder viel bewusster wahrnimmst und sogar noch mehr geniesst als früher.ganz liebe grüsse sonnenblume |
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#66
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AW: Burnout - Folge versuchter Zwangsentfremdung von sich selbst ?
Ich glaube die Theorie der Blumenkinder in den 68ern war gar nicht so verkehrt....ihre Devise: make love not war....sollte noch heute gelten
Und ja, Sex ist wunderschön.....aber es sollte nicht nur zur Kompremierung von allen möglichen Dingen dienen.....zumindest nicht ständig, denn dann verliert auch Sex seinen Wert. Das Schönste ist doch Sex in Verbindung von innigem Gefühl der Liebe und des Respekts....oder? |
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#67
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AW: Burnout - Folge versuchter Zwangsentfremdung von sich selbst ?
der sex sollte an sich nur ein beispiel sein, dass es menschen zu angenehmen gefühlen hinzieht und ich mich fragte weshalb so oft zu den beschriebenen andren nicht.
"Das Schönste ist doch Sex in Verbindung von innigem Gefühl der Liebe und des Respekts....oder? " hihi da meldet sich meine aktuelle "Beziehungsparanoia". JA, wenn Liebe ..owei ich lass das lieber. grundsätzlich ja
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#68
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AW: Burnout - Folge versuchter Zwangsentfremdung von sich selbst ?
Meine Theorie ist es ja gerade, dass die Meisten Angst vor Herzchenaua haben und dicht machen....sich aber dadurch um die wunderbarsten Gefühle bringen.....
Meine Devise trotz vieler Liebeskummer mit und ohne Seelenpartner: "Gib der Liebe eine Chance!" ;-) |
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#69
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AW: Burnout - Folge versuchter Zwangsentfremdung von sich selbst ?
wenns so generell um die liebe unter den menschen geht, gerne
![]() die verbindung von liebe und sex ist ja nochmal was andres ja, da steht zumindest im moment die ang davor @daway hab ich heute schon erwähnt dass ich manchmal ein depp bin ? meine antwort an dich klingt ja wie die andre person müsse ihrs unbedingt gelöst haben. klar wärs die bessere alternative weil dann vielleicht wirklich endlich ruhe ist, für beide. aber egal ob sie es lösen kann oder nicht, vor diese "methode" ist ganz klar ein riegel zu schieben in betrieben. sonnenblume |
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#70
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AW: Burnout - Folge versuchter Zwangsentfremdung von sich selbst ?
Kann ich sehr gut verstehen....ich möchte im Moment auch keine Beziehung.....
ich werde mich erst einmal selbst lieben lernen und dann klappt es vielleicht auch mal mit einer Beziehung, nämlich dann , wenn ich ohne Erwartungen lieben kann, weil ich in mir und mit mir glücklich bin und mein Gegenüber "nur" noch das I-Tüpfelchen zu meinem überfließenden Glück ist..... Also du siehst: auch ich gebe ich Hoffnung nicht auf :-) |
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#71
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AW: Burnout - Folge versuchter Zwangsentfremdung von sich selbst ?
mittlerweile hab ich das alles überschlafen und spüre ich möchte weitere schritte einleiten.
zuerst aber möchte ich mich bedanken bei allen, die mir ihre erfahrungen, gedanken und ideen zur verfügung gestellt haben, damit ich mir davon etwas herausholen kann. ![]() was mir total klar geworden ist: zum thema selbstachtung ..wieder freude empfinden dürfen über das was ich bin und kann bei jedem menschen findet sich da etliches und bei mir auch, es ist mir "nur" aus den augen gerutscht bzw. war verdeckt von verleumdungen bis ich selbst den blick auf meine potentiale verlor oder sie eben nicht mehr ausreichend zu schätzen wusste. da hab ich nun wieder "ausgrabungsarbeiten" vor mir, aber wer weiss vielleicht entdecke ich sogar was neues dazu. moralische konflikte die arbeitsituation war zunehmend ein moralischer konflikt in mir, da ich es im grunde nicht vertreten konnte wie es sich entwickelte und die richtung ging weiter bis zur subjektiven unerträglichkeit. was auch immer ich mache, sobald ich das gefühl habe vor mir ist etwas mit aufgaben und bedingungen das erneut so einen konflikt erzeugen kann, finger weg !!!! auch wenn andre es nicht verstehn können weil sie selbst dabei (vielleicht) keinen haben. betriebsklima jahrelang war ich froh, dankbar, erleichtert in einem feld arbeiten zu dürfen wo so massive, hinterhältige und andauernde dinge kaum vorkommen , dachte ich jedenfalls. immerhin sind die mitarbeiter alle geschult bla bla ich hab angst bekommen. nicht vor einem arbeitsfeld mit schwierigen herausforderungen sondern vor solchen menschen als kollegen. mir ist klar das sind derzeit keine guten bedingungen um wieder in etwas neues zu gehn. was ich brauche ist ausreichende sicherheit solchem verhalten im fall effektiv begegnen zu können und auch wieder "meine leute" also gleichgesinnte die zueinander stehn, leute wo ich mich wirklich wohlfühlen kann. energien uff bei allem was ich auch mal melancholisch oder sonstwas sein konnte, war ich überwiegend doch immer ein mensch der gerne lebt. eben weil ich auch viele miss-stände mitbekam hab ich versucht die augen für das schöne offen zu halten. es kann nur da wieder weitergehn...... zur fragestellung dieses threads: ja, für mich ist es nun definitiv die folge einer zu massiven entfremdung von sich selbst. es mag für andre leute andre ursachen geben, doch für mich ist das nun eine klare antwort und ich kann mir vorstellen dass das für viele andre auch zutrifft. sowohl arbeitsbedingungen als auch das mobbing haben ein zunehmendes gefühl der abgeschnittenheit von den eigenen potentialen/fähigkeiten bewirkt. die zunehmende sinnlosigkeit und der zunehmende moralische konflikt , dies bewirkt nicht eben dass man sich gut mit seiner arbeit identifizieren kann und freude damit hat dort und da auch stolz drauf ist. identifizieren wenn dann eher im negativen oder das umfeld ist einfach der falsche platz was täglich gespürt wird statt immer wieder auch freude zunehmender frust statt sich in seinen handlungskompetenzen zu spüren und dran zu wachsen zunehmende ohnmacht das alles nicht ändern zu können. für mich habe ich die threadfrage also eindeutig mit ja beantworten können (vielleicht ist es nicht der einzige wichtige faktor aber ein elementarer, da es von den eigenen potentialen und kraftquellen abschneidet). was für mich noch aktuell ist, siehe anfangspost - austausch zum thema - wie kanns jetzt gut weitergehn ? sonnenblume |
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#72
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AW: Burnout - Folge versuchter Zwangsentfremdung von sich selbst ?
Zitat:
in sowas wieder einzusteigen - egal wann glaub ich verspricht nichts gutes dann glaub ich kann man auch das alte komplett loslassen sodass es einem nicht mehr irgendwie beeinflusst ich vertrete ja auch die these wenn alle voll und ganz hinter dem stehen würden was sie tun wäre die welt ein ganz anderer ort - jedenfalls nicht so wie wir ihn kennen bzw. mit derartigen entgleisungen und gesellschaftlichen problemen grüße liebe daway |
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#73
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AW: Burnout - Folge versuchter Zwangsentfremdung von sich selbst ?
Zitat:
vielleicht aber auch ganz was neues die idee mal alles ganz hinter mir zu lassen und wie ganz von neu zu denken anfangen wie mit meinem leben weiter finde ich gut. wird sich schon rausfinden was ich mir bewahren möchte und das nehm ich dann mit. das klingt eben alles so zuversichtlich aber auch nur weil ich nicht schon übermorgen die lösung brauche, ansonsten würds mir nun die haare aufstellen bei soviel leere/weite. |
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#74
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AW: Burnout - Folge versuchter Zwangsentfremdung von sich selbst ?
Zitat:
auch wenn mein Beitrag vll kurz ins offtopic rutscht, aber ich bin über dein Posting auf der ersten Seite gestolpert und mir sind die Tränen in die Augen gestiegen. Ich bin 26 u habe seit meiner Jugend Schwierigkeiten mit Depressionen, die mich komplett aus dem seelischen Gleichgewicht schmeissen. In schwierigen Phasen, wie aktuell, wird das bloße existieren zur Qual, jede positive Kraft um mein selbst, aus meinem selbst, ist erstarrt und erlahmt. Ich kann sehr gut nachfühlen wie sich pure Verzweiflung anfühlt und habe ebenfalls großen Respekt vor zerstörerischen unterbewussten Kräften und dementsprechend Menschen, die sich diesen Kräften nicht mehr gewachsen fühlen und gewollt aus dem Leben scheiden. Qualen auf dieser Ebene sind mit Worten nicht mehr zu beschreiben und das lässt selbst oder gerade mich als Betroffenen schockiert zurück. Vor allem auch der Aspekt der Hilflosigkeit der Liebenden, begleitenden Menschen um den Erkrankten. Ein langer Weg, der viel Achtsamkeit und einen gnadenvollen Umgang mit sich selbst fordert... Aus mir sprudelt es zu diesem Thema nur so, aber ich belass es mal hierbei. Alles Gute! Gruß M. |
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#75
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Hallo Sonnenblume!
Da hast Du dir natürlich einen Beruf ausgesucht, der nur zufrieden stellen kann, wenn alle Menschen in einem Pflegebetrieb über ausreichende Kompetenz verfügen. Gerade die Sozialkompetenz ist in Pflegeteams häufig nicht gut (Mobbing), was dann eben zur Untätigkeit des Einzelnen führt und zum Funktionieren in Bahnen, die am Kunden vorbei gehen. Es kann der Gesetzgeber dann nicht anders handeln, als Vorschriften zu erlassen, um Wundliegen, Austrocknen, seelischen Rückzug und geistige Abstumpfung in Altenheimen zu begrenzen. Ich fasse gerne zusammen: so stupide das Personal, so stupide (dumm) auch die Pflege, die ausgeführt wird. Und in solchen Situation kann man nur ausbrennen, wenn man noch eine Seele mit sich trägt und wach ist in ihr. Umso mehr ist es schade, daß keine kompetente Regelung der Situationen in der Altenpflege in Sicht sind, weder von Seiten des Gesetzgebers (Pflewgebedürftigkeitsbegriff) noch leider von den meisten Aktiven vor Ort. Es ist eher ein Gejammere zu verzeichnen: es geht nicht, wir können es nicht (schaffen), wir müssen dies und wollten lieber das. Nur: so, mit dieser Haltung, geht es eben nicht. Man muß Verantwortung übernehmen und kommunizieren, um diese alten dunklen Verhaltensweisen zu durchbrechen und Licht und Freude auch in ein Altenheim zu bringen. Im Kleinen kann man es für sich tun - aber das grosse Ganze wird man nicht beeinflussen können. (Und wer Schaden dabei nimmt ist nicht nur der betagte Mensch, sondern alle Menschen nehmen Schaden, die in diesem "System" vor sich hinvegetieren - als Arbeitende. Abgestumpft und kommunikationsunfähig, regelungs- und lösungsunfähig. Was hat das nun mit einem selber zu tun, daß es in der Altenpflege so ist, wie es ist? Im Pflegeunterricht wird dies unter dem Thema "Macht und Ohnmacht" behandelt. Ich selber würde es folgendermassen sagen: wenn ich meine Haltung, Meinung, mein Wissen verliere und nicht einbringen kann - und das passiert in der Altenpflege an vielen Orten - dann bin ich machtlos. Und der Witz ist tatsächlich: an 9 von 10 Orten, an denen gepflegt wird, ist es so: es sind dort machtlose Leitungskräfte und machtlose Fach- und Hilfskräfte vorhanden. Wie kann ich da nun in mir selber eine Position und Haltung finden, in der ich regeneriere nach dem "Scheiss", den man unumgänglicherweise in der Altenpflege in Deutschland als wacher, bewusster Mensch erlebt? Wie bekomme ich meine "Macht" zurück, persönlich? Der Begriff, der mir zu dieser Frage einfällt, ist die "professionelle Distanz". Mit professioneller Distanz zu mobbenden Menschen kann man Mobbing aufdecken und leidet nur mittelbar darunter, aber nicht unmittelbar. Man ist nicht Opfer, sondern wird zum Täter, der das mobbende benennt und es aus dem eigenen Dunstkreis entfernt. Gelingt dies nicht, muß man sich wohl selber entfernen und professionellerweise die Distanz zu diesen sozialunfähigen Menschen erhöhen. Man muß sich erheben über den Mob, der in der Altenpflegeszene sein Unwesen treibt. (In dem Zusammenhang freue ich mich regelrecht auf die bevorstehende Anhebung der Zugangsvoraussetzungen für den Beruf der Altenpflegefachkraft auf das Abitur und die Umwandlung des Ausbildungsberufes Pflege zum Studiengang, wie es in allen umliegenden Ländern (Ausnahme Oberösterrich) der Fall ist. Das Niveau sollte sich damit ein wenig heben, meine ich. Zumindest sind Abiturienten in der Regel lernfähig, können ihr Wissen eher anwenden als Menschen, die es mit dem Lernen schwer haben. Zumindest haben Abiturienten in der Regel einen Wortschatz, der es ihnen ermöglicht, die Komplexität der Pflege in Gesprächen darzustellen. Zumindest haben wir mit Abiturienten Personen, die dann ein Studium erlernt haben und wissen: Altenpflege kann eben nicht jeder erlernen. Wenn es jeder lernen kann so, wie es in Deutschland heute ist, kann auch nur "Mob" und Unqualität hinten heraus kommen. Diese Sachverhalte, gepaart mit unfähigen Gesetzen und Verordnungen, führen zur beruflichen Qualität, die man als Mitarbeitender in der Altenpflege erlebt. Weiß man das, so kann man es sich eher erklären. Natürlich: vielen weniger Gebildeten fällt dies überhaupt nicht auf, und viele junge Menschen sind halt auch ganz einfach noch nicht in der Lage, sich in den alten Menschen hinein zu versetzen. Wir "Mittelalten" können da nur verzweifeln, ausbrennen, krank werden und zuhause bleiben. Ich würde also keinesfalls die Schuld bei mir selber suchen. Ich würde besser erkennen, daß ich so dumm war, meinem Wunsch zu folgen und Altenpflege zu erlernen und dann im Altenheimghetto zu arbeiten. Vielleicht ist die ambulante Pflege eher etwas für Dich? Dort ist das Klima oft ganz anders, die Pflegepersonen dort sind selbständiger, es wird weniger getratscht, weil man sich kaum begegnet. lg, Trixi Maus P.s.: Und ansonsten: vielleicht bemerkst Du auch die Wut, die das alles innendrin macht. Das, was da rund um alte, hilflose Menschen geschieht, ist ekelerregend und beschämend. Man möchte brüllen, schreien, mit den Füssen treten - ich kann das gut verstehen. Mit dieser Wut, diesem Ekel, dieser Scham an diesem Beruf mitzuwirken, muß man umgehen lernen. Und man darf sich das eigene Selbstbewusstsein, das ja mal intakt war, nicht durch den Mob nehmen lassen, dem man leider beruflicherweise begegnen muss. P.s.2: Daher ist es so wichtig, ausgleichend für sich selbst tätig zu sein. Psychohygiene lernen. Abschalten von Gedanken erlernen, also meditieren, Yoga erlernen, Chigong machen, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Feldenkrais und so weiter. Es gibt so viele gute Wege - nur hat man leider oft nach dem am Arbeitsplatz Erlebten keine Energie mehr dafür übrig. Jedoch muß man eben wissen: rafft man sich dann auf, erhält man wieder Zugang zur eigenen Gesundheit und damit auch zur eigenen Macht. Die Umgebung ist es, die krank und machtlos ist, nicht man selber. |
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