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  #1  
Alt 17.07.2012, 14:37
TommyCasagrande TommyCasagrande ist offline
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Über die Werbung

Immer wieder bekomme ich Dinge zu hören oder zu lesen, die abstrus und unlogisch sind. Im folgenden Falle beziehen sich derlei absurde Aussagen auf das Thema Werbung. Wenn ein Werbeplakat an einer Haltestelle hinge, sei man gezwungen, es anzusehen. Man kann nicht wegsehen. Es würde Zwang ausgeübt werden, allein, weil es dort hängt und man hinschaut. Diese unsinnige Behauptung möchte ich im folgenden Auseinandernehmen.

Werbung ist kein Zwang. Niemals. Wenn an einer Haltestelle Werbung hängt, bin ich nicht gezwungen hinzusehen. Ich kann woanders hinsehen. Niemand zwingt mich dazu, hinzusehen. Bei Zwang geht es um ein Verhalten, dass ein anderer Mensch mir gegenüber ausübt. Andernfalls könnte ich sonst argumentieren, dass ich gezwungen bin, eine Haltestelle oder einen Bus anzusehen. Denn das was man vermeintlich gezwungen ist sich anzusehen, ist nichts anderes als eine austauschbare Oberfläche. Denn unsere Augen sehen schlicht nichts anderes als Oberflächen. Somit gibt es keinen qualitativen Unterschied zwischen einer Haltestelle, einem Bus oder einem Werbeplakat. Wenn man sich auf die Argumentation einlässt, dass es sich um Zwang handelt, wenn ich ein Werbeplakat ansehe, dann muss man auch konsequent weiterdenken. Wenn DAS Zwang ist, dann ist es ebenso Zwang, dass ich die Haltestelle ansehe, die dort hingebaut wurde, wo das Plakat letztlich aufgehängt worden ist. Dann ist es aber in jedem Falle Zwang, wann immer ich etwas ansehe, weil mich die Existenz meiner Augen und das Vorhandensein meiner Sehkraft dazu zwingt, etwas anzusehen. Meine Beine zwingen mich wohin zu gehen, mein Appetit zwingt mich zu essen, die Lebensmittel selbst zwingen meinen Magen, Appetit anzuregen, ich wurde gezwungen zu leben, sonst wäre ich nicht geboren worden usw. usf. Zwang ist aber etwas ganz anderes und hat mit diesen Dingen nichts zu tun. Es existiert kein Unterschied zwischen einem Werbeplakat, einem Bus, einem Gullideckel oder einem Baum, wenn es um die Frage des Zwangs geht, weil man etwas davon ansieht. Ich bin nicht gezwungen mir etwas davon anzusehen, schlicht, weil mich niemand zwingt, mir irgendetwas davon anzusehen. Erst wenn das der Fall wäre, reden wir von Zwang. Die Beurteilung von Werbeinhalten ob sie moralisch sind oder ob sie unmoralisch sind, hängt häufig vom subjektivem Geschmacksempfinden ab. Ohne jedoch in die Subjektivität abzudriften lässt sich aber feststellen, dass Werbungen Kosten darstellen und von dem getragen werden, der die Werbung aufstellen lässt. Dieses Handeln gehört zur individuellen Freiheit eines Unternehmers. Moralisch handelt er, wenn er die Kosten selber finanziert, auch wenn er Dinge bewirbt, die viele für ungesund oder unsinnig halten. Unmoralisch ist hingegen jedwede Werbung, die zwangsfinanziert wird, egal ob ihr Inhalt von vielen Menschen als gesund oder gemeinschaftsdienlich bewertet wird. Niemand wird gezwungen, Inhalte, die auf Werbungen präsentiert werden zu kaufen. Und nur darum geht es. Wenn die Leute anfangen, Werbung zu kritisieren, weil es sich einfach um Werbung handelt, dann treffen sie eine willkürliche Unterscheidung zu den Informationen, die das herumstehen eines Baumes aufwirft, der seine eigene Schönheit bewirbt. Verknüpft sind werbefeindliche Gesinnungen mit dem antikapitalistischem Vorurteil, dass der Kaufmann Menschen manipulieren und ihnen künstliche Bedürfnisse nahelegen kann. Das ist aber dummes Zeug. Der Kaufmann, der selber für die Werbung bezahlt und am Gewinn interessiert ist, fährt gewinnorientierter, wenn er die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen aufspürt. Somit wäre es komplette Geldverschwendung, zu versuchen, künstliche Bedürfnisse zu erwecken. Theorethisch könnte ich auch behaupten, dass ich gezwungen sei, Bäume und Häuser anzusehen, weil es so viele von ihnen gibt. Zwar zwingt mich keiner aber sie sind da und ich schaue sie an. Und dann könnte ich behaupten, dass die Existenz dieser Oberflächenbeschaffenheiten meine Kreativität manipulieren, denn ich erhalte durch das was ich gezwungen bin zu sehen eine Vorstellung darüber, wie sich Formen, durch Menschenhand oder die Hand der Natur, entwickeln und zeigen können. Das entjungfert meine Kreativität, von Geburt an, denn seither kann ich die Welt nicht mehr so erfinden, in jeder Form, wie ich will. Ich würde durch das was ich sehe geschult und durch dieses geschult werden, werde ich meiner Freiheit beraubt, es mir anders vorzustellen.

Ich hoffe, es ist jedem bewusst, dass die Kritik an Werbeplakaten im öffentlichen Raum keine Kritik am Zwang sein können.
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  #2  
Alt 17.07.2012, 14:51
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magdalena magdalena ist offline
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AW: Über die Werbung

Zitat:
Zitat von TommyCasagrande Beitrag anzeigen

Werbung ist kein Zwang. Niemals. Wenn an einer Haltestelle Werbung hängt, bin ich nicht gezwungen hinzusehen. Ich kann woanders hinsehen.
sorry - bin über diese zeile nicht hinausgekommen.

ich kann mir die werbung anschauen -
und für mich selbst entscheiden......

sowie ich jetzt mal entschieden habe, vorerst nicht weiterzulesen...

brauche das produkt nicht.
produktanpreisung gefällt mir auch nicht.

(nichts für ungut - )
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ich bin

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  #3  
Alt 17.07.2012, 15:05
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herzverstand herzverstand ist offline
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AW: Über die Werbung

ein altbekanntes thema. nur über den zeitpunkt wo du damit herauskommst, lässt sich rätseln. und darüber ob du alles nur reinkopierst.
__________________
die glücklichen sklaven sind die erbittertsten feinde der freiheit! wer sich der wahrheit nähert, der entfernt sich vom geld.
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  #4  
Alt 17.07.2012, 15:21
CapGros CapGros ist offline
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AW: Über die Werbung

Ich habe mich dazu entschieden den ganzen Text zu lesen.

Mal von den ewigen Wiederholungen (!) abgesehen,
möchte ich nur zu folgenden Sätzen etwas bemerken:


Zitat:
Zitat von TommyCasagrande Beitrag anzeigen
[...] denn ich erhalte durch das was ich gezwungen bin zu sehen eine Vorstellung darüber, wie sich Formen, durch Menschenhand oder die Hand der Natur, entwickeln und zeigen können. Das entjungfert meine Kreativität,
Nicht entjungfert, sondern inspiriert.

Zitat:
Zitat von TommyCasagrande Beitrag anzeigen
von Geburt an, denn seither kann ich die Welt nicht mehr so erfinden, in jeder Form, wie ich will. Ich würde durch das was ich sehe geschult und durch dieses geschult werden, werde ich meiner Freiheit beraubt, es mir anders vorzustellen.
Nicht wenn du Phantasie hast. Denn dann bist du aus dem Gefängnis dieser Schulung herausgetreten.
(Kreativität+ Phantasie)

Ansonsten: Absätze erleichtern die Lesbarkeit.

CG
__________________
...:°:...
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  #5  
Alt 17.07.2012, 22:00
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Tommy Tommy ist offline
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AW: Über die Werbung

Im strikten Sinne besteht zwar kein Zwang, aber Werbung ist in der Öffentlichkeit in der Regel so plaziert, daß man automatisch hinguckt.

Einfaches Beispiel: U-Bahnwerbung. Die ist großflächig auf der anderen Seite des Bahnsteigs an der Wand angemacht. Jetzt kannst du sagen: Mußt ja nicht hingucken. Wirklich nicht? Die Alternative wäre, wie ein Vollidiot mit dem Rücken zum Bahnsteig dazustehen und dann auch rückwärts einzusteigen, weil man ja sonst was von der Werbung mitkriegt.

Das gleiche Spiel bei irgendeinem x-beliebigen spannenden Film, der im TV läuft. Der wird mindestens 10x unterbrochen durch Werbung, und da ich nicht weiß, wann, kriege ich immer die ersten 5 Sekunden mit, wenn ich dann ausschalte (umschalten bringt ja nix, weil ich dann vielleicht genau in einer Werbesendung lande) die schon ausreichen, um mich und mein Unterbewußtsein zu infiltrieren.

Werbung ist ohne Zweifel ein Manipulationsversuch. Nämlich: mich zu veranlassen, dieses oder jenes Produkt unbedingt zu kaufen, weil ich dann angeblich glücklich werde.

Zitat:
Wenn DAS Zwang ist, dann ist es ebenso Zwang, dass ich die Haltestelle ansehe, die dort hingebaut wurde, wo das Plakat letztlich aufgehängt worden ist.
Eine ziemlich wirre Argumentation. Die Haltestelle macht für nix Reklame und will mich auch nicht dazu veranlassen, sie zu kaufen. Das Werbeplakat mit dem beworbenen Produkt schon.

Geändert von Tommy (17.07.2012 um 22:02 Uhr)
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  #6  
Alt 17.07.2012, 22:38
daway daway ist offline
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AW: Über die Werbung

werbung is ökonomisch betrachtet völliger irrsinn

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  #7  
Alt 17.07.2012, 22:44
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Tommy Tommy ist offline
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AW: Über die Werbung

Zitat:
Zitat von daway Beitrag anzeigen
werbung is ökonomisch betrachtet völliger irrsinn

Ja, wahrscheinlich schadet sie sogar dem Produkt. Deswegen gibts ja so wenig Reklame. (zur Vorsicht)
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  #8  
Alt 17.07.2012, 23:47
daway daway ist offline
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AW: Über die Werbung

find ich gar nicht so ironisch
immerhin zahlt jeder die werbung wenn er das produkt kauft
auch wenn einem vorher die werbung gratis unter die nase gehalten wurde oder sich ins unterbwußtsein schleichen konnte weils an einer plakatwand vobeilatscht

aus ökonomischer sicht erweckt man keine bedürfnisse wo keine sind
sondern schafft sich dann abhilfe wenn von natur aus eins entsteht

ich hab ja jahre in der werbung gearbeitet
aber ich kanns nicht mehr - es geht mir konzeptmäßig voll gegen den strich
vorallem weil immer mehr sinnlose dinge produziert werden für die werbung gemacht werden muss weils sonst niemand kaufen würde
aber wenn mans den leuten lang genung eintrichtert wie toll und super glauben sies alle auch noch und ... naja business aber
ich bin eh raus aus dem karussel

leg mich lieber in die sonne - wenns mal scheint
als mitwirken den leute was einzureden damits ihr geld los werden

grüßlis
vom aussteiger
(der wohl vielleicht in einem jahr in einem kleinen haus mit großen garten ohne werbung in der natur lebt ohne strom)

Geändert von daway (17.07.2012 um 23:54 Uhr)
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  #9  
Alt 19.07.2012, 10:51
Der Tor von Gor Der Tor von Gor ist offline
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AW: Über die Werbung

Zitat:
Zitat von TommyCasagrande Beitrag anzeigen
Immer wieder bekomme ich Dinge zu hören oder zu lesen, die abstrus und unlogisch sind. Im folgenden Falle beziehen sich derlei absurde Aussagen auf das Thema Werbung. Wenn ein Werbeplakat an einer Haltestelle hinge, sei man gezwungen, es anzusehen. Man kann nicht wegsehen. Es würde Zwang ausgeübt werden, allein, weil es dort hängt und man hinschaut. Diese unsinnige Behauptung möchte ich im folgenden Auseinandernehmen.

Werbung ist kein Zwang. Niemals. Wenn an einer Haltestelle Werbung hängt, bin ich nicht gezwungen hinzusehen. Ich kann woanders hinsehen. Niemand zwingt mich dazu, hinzusehen. Bei Zwang geht es um ein Verhalten, dass ein anderer Mensch mir gegenüber ausübt. Andernfalls könnte ich sonst argumentieren, dass ich gezwungen bin, eine Haltestelle oder einen Bus anzusehen. Denn das was man vermeintlich gezwungen ist sich anzusehen, ist nichts anderes als eine austauschbare Oberfläche. Denn unsere Augen sehen schlicht nichts anderes als Oberflächen. Somit gibt es keinen qualitativen Unterschied zwischen einer Haltestelle, einem Bus oder einem Werbeplakat. Wenn man sich auf die Argumentation einlässt, dass es sich um Zwang handelt, wenn ich ein Werbeplakat ansehe, dann muss man auch konsequent weiterdenken. Wenn DAS Zwang ist, dann ist es ebenso Zwang, dass ich die Haltestelle ansehe, die dort hingebaut wurde, wo das Plakat letztlich aufgehängt worden ist. Dann ist es aber in jedem Falle Zwang, wann immer ich etwas ansehe, weil mich die Existenz meiner Augen und das Vorhandensein meiner Sehkraft dazu zwingt, etwas anzusehen. Meine Beine zwingen mich wohin zu gehen, mein Appetit zwingt mich zu essen, die Lebensmittel selbst zwingen meinen Magen, Appetit anzuregen, ich wurde gezwungen zu leben, sonst wäre ich nicht geboren worden usw. usf. Zwang ist aber etwas ganz anderes und hat mit diesen Dingen nichts zu tun. Es existiert kein Unterschied zwischen einem Werbeplakat, einem Bus, einem Gullideckel oder einem Baum, wenn es um die Frage des Zwangs geht, weil man etwas davon ansieht. Ich bin nicht gezwungen mir etwas davon anzusehen, schlicht, weil mich niemand zwingt, mir irgendetwas davon anzusehen. Erst wenn das der Fall wäre, reden wir von Zwang. Die Beurteilung von Werbeinhalten ob sie moralisch sind oder ob sie unmoralisch sind, hängt häufig vom subjektivem Geschmacksempfinden ab. Ohne jedoch in die Subjektivität abzudriften lässt sich aber feststellen, dass Werbungen Kosten darstellen und von dem getragen werden, der die Werbung aufstellen lässt. Dieses Handeln gehört zur individuellen Freiheit eines Unternehmers. Moralisch handelt er, wenn er die Kosten selber finanziert, auch wenn er Dinge bewirbt, die viele für ungesund oder unsinnig halten. Unmoralisch ist hingegen jedwede Werbung, die zwangsfinanziert wird, egal ob ihr Inhalt von vielen Menschen als gesund oder gemeinschaftsdienlich bewertet wird. Niemand wird gezwungen, Inhalte, die auf Werbungen präsentiert werden zu kaufen. Und nur darum geht es. Wenn die Leute anfangen, Werbung zu kritisieren, weil es sich einfach um Werbung handelt, dann treffen sie eine willkürliche Unterscheidung zu den Informationen, die das herumstehen eines Baumes aufwirft, der seine eigene Schönheit bewirbt. Verknüpft sind werbefeindliche Gesinnungen mit dem antikapitalistischem Vorurteil, dass der Kaufmann Menschen manipulieren und ihnen künstliche Bedürfnisse nahelegen kann. Das ist aber dummes Zeug. Der Kaufmann, der selber für die Werbung bezahlt und am Gewinn interessiert ist, fährt gewinnorientierter, wenn er die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen aufspürt. Somit wäre es komplette Geldverschwendung, zu versuchen, künstliche Bedürfnisse zu erwecken. Theorethisch könnte ich auch behaupten, dass ich gezwungen sei, Bäume und Häuser anzusehen, weil es so viele von ihnen gibt. Zwar zwingt mich keiner aber sie sind da und ich schaue sie an. Und dann könnte ich behaupten, dass die Existenz dieser Oberflächenbeschaffenheiten meine Kreativität manipulieren, denn ich erhalte durch das was ich gezwungen bin zu sehen eine Vorstellung darüber, wie sich Formen, durch Menschenhand oder die Hand der Natur, entwickeln und zeigen können. Das entjungfert meine Kreativität, von Geburt an, denn seither kann ich die Welt nicht mehr so erfinden, in jeder Form, wie ich will. Ich würde durch das was ich sehe geschult und durch dieses geschult werden, werde ich meiner Freiheit beraubt, es mir anders vorzustellen.

Ich hoffe, es ist jedem bewusst, dass die Kritik an Werbeplakaten im öffentlichen Raum keine Kritik am Zwang sein können.

Ganz einfach : Du hast einen Pc , Internet und bist in einem Forum unterwegs , ich gehe davon aus das du nicht nur dieses Forum besuchst sondern allgemein im Netz unterwegs sein wirst .

Folglich bist du selbst Opfer eines Zwanges nämlich dem der Gesellschaft die will das jeder Haushalt einen Pc mit Internetzugang hat geworden .

__________________
Ich bin Grau , ich stehe zwischen dem Licht und dem Schatten
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  #10  
Alt 19.07.2012, 12:08
CapGros CapGros ist offline
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AW: Über die Werbung

Zitat:
Zitat von Tommy Beitrag anzeigen
Im strikten Sinne besteht zwar kein Zwang, aber Werbung ist in der Öffentlichkeit in der Regel so plaziert, daß man automatisch hinguckt.
Wobei das hinsehen ansich nichts schlimmes/schlechtes ist.
Ich schaue mir am Bahnsteig auch die Plakate an, ohne gleich los zu rennen um das Produkt zu kaufen.

Zitat:
Das gleiche Spiel bei irgendeinem x-beliebigen spannenden Film, der im TV läuft. Der wird mindestens 10x unterbrochen durch Werbung, und da ich nicht weiß, wann, kriege ich immer die ersten 5 Sekunden mit, wenn ich dann ausschalte (umschalten bringt ja nix, weil ich dann vielleicht genau in einer Werbesendung lande) die schon ausreichen, um mich und mein Unterbewußtsein zu infiltrieren.
Oftmals wird die Werbepause zum pinkeln benutzt oder um eine zu rauchen, sich was zu trinken holen usw. Manch einer redet sogar mit dem Partner während dessen über den Film . . . .
Kaum einer sitzt wie hypnotisiert vor dem TV und zieht sich die Werbung rein . . . .

Zitat:
Werbung ist ohne Zweifel ein Manipulationsversuch. Nämlich: mich zu veranlassen, dieses oder jenes Produkt unbedingt zu kaufen, weil ich dann angeblich glücklich werde.
Stimmt. Natürlich wollen sie ihre Produkte an den "Mann" bringen. Das ist ja der Sinn und Zweck einer Werbung.
Aber das ist doch hinlänglich bekannt. Und daher liegt es doch an jedem selber ob er sich davon manipulieren lässt oder nicht.

Wie so oft im Leben geht es wohl darum WIE mit den Gegebenheiten umgegangen wird und nicht ob es gut/schlecht ist.

Gruß
CG
__________________
...:°:...
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  #11  
Alt 31.07.2012, 17:24
TommyCasagrande TommyCasagrande ist offline
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AW: Über die Werbung

Noch etwas zu diesem Thema:


Werbung wird uns schon in der Schule als manipulatives Werkzeug der Kapitalisten (v)erklärt. Wer aber lehrt es uns in der Schule ? Lehrer die für den Staat arbeiten. Und der Staat ist ein Feind des freien Kapitalismus. Das heißt, man muss sich entscheiden zwischen der Freiheit, die auch die unternehmerische Freiheit beinhaltet, Ideen zu bewerben, die zu kaufen keiner gezwungen wird, oder dem Staat, dessen einziges Mittel stets der Zwang aufgrund seines Gewaltmonopoles darstellt, wo keiner die Wahl hat, sich dem Angebot zu entziehen, außer durch Akzeptanz von Strafen die darauf folgen.

Zudem sind wirtschaftliche und politische Freiheit untrennbar miteinander verbunden. Man kann nicht politisch frei sein ohne wirtschaftlich frei sein. Wenn der Staat in die Wirtschaft eingreift, so werden die Menschen, sprich wir alle, dadurch auch politisch immer unfreier. Das liegt daran, weil Wirtschaft, früher noch Wirthschaft geschrieben, die Beschreibung des Umstandes ist, dass Menschen einander bewirten. Bewirten kann jeder jedem. Indem wir tauschen, handeln, das heißt Dienste leisten an anderen und umgekehrt, bewirten wir und wir werden bewirtet. Das impliziert in einer freien Gesellschaft aber mithin auch das bewerben von Ideen die wir haben. Dieses nennt sich Werbung.

Grundsätzlich, praxeologisch gedacht, ist wirtschaften der Aspekt menschlichen Handelns, der uns zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse mit anderen Menschen und der Befriedigung derer Bedürfnisse zusammenbringt. Darum entsteht beim Tausch der Befriedigungen auch eine Befriedung, was man Frieden nennt.

Wenn sich nun ein Staat in diese menschlichen Handlungen dazwischen schaltet und diese durch seine Gewalt stört, sodass die menschlichen Handlungen unfreier und die gegenseitigen Befried(ig)ungen reduziert werden, nimmt der Raum nicht friedlicher Kooperationen zu, die wir mit staatlichen Eingriffen umschreiben.

Wer sich einerseits zur politischen Freiheit bekennt, andererseits aber Werbungen für ein manipulatives Werkzeug von Kaufleuten hält, deren Handlungen man politisch einschränken müsse, der argumentiert letztlich gegen die politische Freiheit und begibt sich in einen Widerspruch.

Menschen können nicht politisch frei sein, wenn sie wirtschaftlich, das heißt in ihren Handlungen, durch Gesetze unfreier werden.
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  #12  
Alt 31.07.2012, 18:27
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Tommy Tommy ist offline
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AW: Über die Werbung

Zitat:
Zitat von TommyCasagrande Beitrag anzeigen
Noch etwas zu diesem Thema:


Werbung wird uns schon in der Schule als manipulatives Werkzeug der Kapitalisten (v)erklärt.
So ist es ja auch. Das ist wertneutrale Beschreibung. Was solls denn deiner Meinung nach sein? Eine Informationssendung? Schau dir die Werbung und ihre manipulativen Bilder an. Und hole somit Lernstoff nach, den du offenbar im Deutschunterricht versäumt hast.


Zitat:
Wer aber lehrt es uns in der Schule ? Lehrer die für den Staat arbeiten. Und der Staat ist ein Feind des freien Kapitalismus.
Was für ein Scherzartikel. Wenn es mal so wäre. In Wirklichkeit arbeitet der Staat dem Kapitalismus zu, hilft mit, neue Weltmärkte zu erschließen (was meinst du wohl, was die Merkel macht, wenn sie etwa nach China fliegt. Schon mal den Begriff "Wirtschaftsdelegation" gehört?), verteilt Aufträge an die Wirtschaft (z.B. Bauwirtschaft) und vor allem: nimmt sich der Opfer der kapitalistischen Wirtschaft an. Sollen Arbeitslose etwa verhungern? Rate mal, wer die über Wasser hält?

Zitat:
Das heißt, man muss sich entscheiden zwischen der Freiheit, die auch die unternehmerische Freiheit beinhaltet, Ideen zu bewerben, die zu kaufen keiner gezwungen wird, oder dem Staat, dessen einziges Mittel stets der Zwang aufgrund seines Gewaltmonopoles darstellt, wo keiner die Wahl hat, sich dem Angebot zu entziehen, außer durch Akzeptanz von Strafen die darauf folgen.
Hä?

Da muß sich keiner entscheiden. Der Staat hat das Gewaltmonopol. Ja. Und ist auch gut so. Wer solls denn sonst haben, deiner unmaßgeblichen Meinung nach? Marodiende Straßengangs? In New Orleans haben wirs deutlich gesehen, nach der Flutkatastrophe. Innerhalb von wenigen Tagen, nachdem sich das staatliche Gewaltmonopol aufgelöst hatte, innerhalb weniger Tage, regierte das Faustrecht. Der Stärkere hat sich das genommen, was er wollte. Willst du das wirklich? Vielleicht nicht, aber es geht aus deinen *Meinungen* hervor. Konsequenzlogische Überlegungen sind offenbar nicht deine Stärke.

Zitat:
Zudem sind wirtschaftliche und politische Freiheit untrennbar miteinander verbunden.
Da bin ich aber jetzt mal gespannt.

Zitat:
Man kann nicht politisch frei sein ohne wirtschaftlich frei sein.
Warum nicht? Ich dachte, jetzt kommt so etwas wie ein Argument, aber Pustekuchen, wie bei allen deinen Texten. Bleibt bei der bloßen Behauptung.


Zitat:
Wenn der Staat in die Wirtschaft eingreift, so werden die Menschen, sprich wir alle, dadurch auch politisch immer unfreier.
Das ist jetzt die dritte Formulierung dieser Behauptung. Spucks endlich aus, warum werde ich politisch unfrei, wenn der Staat in die Wirtschaft eingreift?
Genau umgekehrt wird ein Schuh draus. Wenn er nicht eingreift, bin ich als schwacher Nicht-Kapitalbesitzer, der seine Arbeitskraft verkaufen muß, auf die Wohlgeneigtheit der Kapitalisten angewiesen, die mir den Preis zahlen, den sie für richtig halten. Im Zweifelsfall verliere ich mein Leben und verhungere, wenn der Staat nicht eingreift und mich unterstützt. Und das nenne ich mal richtig "unfrei". An der eigenen Schwäche zugrunde gehen.

Zitat:
Das liegt daran, weil Wirtschaft, früher noch Wirthschaft geschrieben, die Beschreibung des Umstandes ist, dass Menschen einander bewirten. Bewirten kann jeder jedem. Indem wir tauschen, handeln, das heißt Dienste leisten an anderen und umgekehrt, bewirten wir und wir werden bewirtet. Das impliziert in einer freien Gesellschaft aber mithin auch das bewerben von Ideen die wir haben. Dieses nennt sich Werbung.
Bei dieser tollen Mär gehst du von gleichberechtigten und gleichstarken Partnern aus, die auf diese Weise Handel treiben. Das hat aber mit der Realität nichts zu tun. In der Realität haben wir die Akteure mit einem riesigen Machtgefälle. Da ist nix mit gegenseitigem Bewerben. Wenn der Staat nicht als Korrektiv einsprünge und die Menschen, die aus dem Arbeitsprozess herausfallen (Arbeitslose, Rentner, Kranke), finanziell unterstützen würde, würden diese sterben. Auch eine Konsequenz deiner bizarren Theorie.

Zitat:
Grundsätzlich, praxeologisch gedacht, ist wirtschaften der Aspekt menschlichen Handelns, der uns zur Befriedigung der eigenen Bedürfnisse mit anderen Menschen und der Befriedigung derer Bedürfnisse zusammenbringt. Darum entsteht beim Tausch der Befriedigungen auch eine Befriedung, was man Frieden nennt.
Abstraktes Geschwafel. Was genau hat das nit der von dir anvisierten Abschaffung des Staates zu tun? Und was mit dem Gegenstand dieses Threads, nämlich Werbung? Werbung ist ein klarer Manipulationsversuch und dieser Manipulationsversuch (jemanden zum Kauf dieses oder jenes Produktes zu motivieren) findet mit sehr perfiden und auch bereits gut analysierten Methoden statt. Das sind Grundtatsachen, zu denen ich auch keinen inhaltlichen Kommentar von dir gefunden habe.

Zitat:
Wenn sich nun ein Staat in diese menschlichen Handlungen dazwischen schaltet und diese durch seine Gewalt stört, sodass die menschlichen Handlungen unfreier und die gegenseitigen Befried(ig)ungen reduziert werden, nimmt der Raum nicht friedlicher Kooperationen zu, die wir mit staatlichen Eingriffen umschreiben.
Quark mit Soße, wie ich bereits oben erläuterte. Im Gegenteil: dein anachronistisches Modell frei flutender Marktwirtschaft ohne staatlichen Eingriff würde das schaffen, was Marx eine "revolutionäre Situation" nannte. Insofern bist du der schärfste Marxist, den ich bislang im Forum habe schreiben sehen. Denn wenn tatsächlich das realisiert würde, was du hier zusammen schreibst, dann hingen die Raubtierkapitalisten, denen du hier zu Munde redest, innerhalb weniger Wochen komplett an den Laternen, und es hätte sich auskapitalisiert,

Warum? Ganz einfach. Ehe die Leute verhungern, greifen sie zum Nudelholz oder ähnlichem und treten in ein paar reiche Ärsche.

Zitat:
Wer sich einerseits zur politischen Freiheit bekennt, andererseits aber Werbungen für ein manipulatives Werkzeug von Kaufleuten hält, deren Handlungen man politisch einschränken müsse, der argumentiert letztlich gegen die politische Freiheit und begibt sich in einen Widerspruch.
Das vierte Mal derselbe Quatsch nur in anderen Worten.

Erkläre, warum Werbung nicht manipulativ sein soll. Wir können auch gern zusammen mal ein paar Werbespots untersuchen, damit du wenigstens ein bißchen krtitisches Bewußtsein kriegst. Was du hier verzapfst, ist so was von peinlich, das gibbet gar nicht.

Geändert von Tommy (31.07.2012 um 18:32 Uhr)
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  #13  
Alt 31.07.2012, 18:38
anytime anytime ist offline
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AW: Über die Werbung

Tommy, vergebene Liebesmüh, der TE nimmt seine eigenen Threads nicht ernst.
__________

Was ich sagen wollte - ich liebe Werbung!

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  #14  
Alt 31.07.2012, 19:58
Condemn Condemn ist offline
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AW: Über die Werbung

Zitat:
Zitat von anytime Beitrag anzeigen
Tommy, vergebene Liebesmüh, der TE nimmt seine eigenen Threads nicht ernst.
Ich glaube fast, es ist umgekehrt. Er nimmt seine Ansichten so ernst, das er komplett auf Senden gestellt ist. Er hält Referate, will aber lieber nicht hinterfragt werden oder darüber diskutieren.
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