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  #46  
Alt 07.06.2012, 13:22
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silberelfe silberelfe ist offline
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AW: Psychiatrische Krankheitsbilder aus schamanischer Sicht

Hallo Cayden,
danke - dein Beitrag bringt mich auf Zusammenhänge, die mir bisher nicht so wirklich bewußt waren. Sind sie noch immer nicht, aber ich merke, da ist was drin, was den roten Faden klarer fassbar machen könnte

Zitat:
Zitat von Cayden Beitrag anzeigen
Schlimmer finde ich die Zwänge, denen man unbewußt ausgesetzt ist. D.h. das man eine verschobene innere Einstellung/Sichtweise auf bestimmte "Dinge" (Menschen, Situationen, Kommunikation, Zwischenmenschliches) hat derer man zwar teilbewußt gewahr ist (irgendetwas stimmt da nicht) die aber aus subjektivem Gefühl durch etwas von Außen (wird getriggert) gestört ist. Zwanghaft wiederholt man immer wieder die gleichen fehlerhaften Verhaltens/Denkweisen.

.....

Ich sehe das Ganze als Prägungen, Muster, erzieherische Beeinflußungen, Glaubensätze sowohl in Familie, wie auch Umgebung und Gesellschaft, die eigentlich normal und offen (offene Kommunikation) sein sollten und auch normal verarbeitet werden können wenn das Individuum gesund oder stark genug ist seine Individualität zu bewahren oder wenn diese sogar unterstützt wird.
Klassischer Schamanismus läßt sich eigentlich nicht über einen Kamm scheren, genauso wie "Indianer". Es gab nie "Indianer" sondern nur unterschiedliche Enthnien, die dem Weißen unbekannt waren und weil Columbus glaubte, er hätte Indien entdeckt sind das bis heute die "Indianer".
Spanndenderweise nennen sich Angehörige von amerikanischen Ethnien oft selbst "Indianer" und ich denke, sie tun es, um sich hier Gehör zu verschaffen (zu unterschiedlichen Zwecken) - damit wir einen Begriff hören, der uns was sagt, auch wenn es eh nur eine Riesenillusion ist.

In diesem Sinne verwende ich jetzt auch den Begriff klassischer Schamanismus, damit generell ein Feld umrissen wird dessen, was gemeint ist, wohlwissend, dass der Begriff ein Kunstprodukt der weißen Wissenschaft ist.

Klassischer Schamanismus hat sich in der Regel in kleinen Stammesverbänden abgespielt, wo das Überleben der Gruppe vom Einzelnen abhing. Die Sozialisierung war eine völlig andere als hier. Man kannte jedes Mitglied des Stammes und wußte daher auch klar, zu welcher Gemeinschaft man gehört, aus welchen Individuen diese Gemeinschaft besteht und welche Regeln in der Gemeinschaft gelten. Der Ich-Begriff schien ein anderer zu sein, was man, finde ich, gut daraus erkennen kann, dass die ersten Ethnologen in der Regel nicht wirklich in der Lage waren, diesen Ich-Begriff zu verstehen und zu transportieren.

(Exkurs: Kennt ihr die Geschichte vom Ethnologen (war es Malinowski, ich weiß es nicht mehr), der allen Ernstes mit einem Feldforschungsergebnis heimkam, das besagte, das der Stamm nicht wisse dass Kinder durch sexuelle Begegnungen entstehen. Der Stamm hatte über diese Sichtweise gelacht - klar, denn es führt ja kaum jede sexuelle Begegnung zu einer Schwangerschaft. Ihren Glauben, dass ein essentieller Bestandteil zu der Entstehung eines Kindes die Tatsache ist, dass eine Seele inkarnieren will, was dem Stamm dadurch gezeigt wurde, dass ein Totemtier sich zeigte (materiell oder feinstofflich), dem das neue Mitglied der Gemeinschaft dann zugeordnet wurde, wurde völlig mißverstanden)

Bevor ich mich selber zu gern reden höre, hier der knapp gefaßte Grundgedanke:

Das Kollektive hat enormen Einfluss auf den Einzelnen. Jetzt bewegen wir Westler uns in einem völlig unüberschaubaren Kollektiv, in vielen Systemen zugleich, die unterschiedliche, sich oft widersprechende Regelwerke haben, und viele davon versteckt und verstrickt. Zusätzlich dazu weist unsere Familiengeschichte das Erleben der Weltkriege mit all seinen Schrecken auf.

In die schamanische Sichtweise übersetze ich das so: wer schamanisch in der westlichen Welt arbeitet, muss seine Kosmologie um einige Zusammenhänge erweitern, die es im traditionellen schamanischen kontext gar nicht gibt.

Ist in der praktischen Arbeit wahrscheinlich wurscht, weil die Helfer einen dorthin führen, wo man was bewirken und abholen kann.

Wenn man aber das Konzept von van Kampenhout ("Die Heilung kommt von außerhalb - Schamanismus und Familienstellen) ins Kalkül zieht, wonach der Schamane mit dem Raum arbeitet, der Psychotherapeut dagegen mit der Zeit eröffnet es interessante Persepektiven.

*weiternachdenk*

Liebe Grüße, Irene
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  #47  
Alt 07.06.2012, 14:27
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Papillion Papillion ist offline
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AW: Psychiatrische Krankheitsbilder aus schamanischer Sicht

Liebe Silberelfe,

da sehe ich doch ein Posthorn vor mir und trörörötrörörö

ich lache und das gefällt mir ausgesprochen gut - ...und gut das Dir der Arseniker gekommen ist - nu hab ich gerad was ganz tolles gefunden..

...Das mit dem Raum und dem Weben - da treffen wir uns bestimmt noch mal - fürs Erste gehe ich mal in den Untergrund - trörörötrörörö

Das hier fiel mir gerade ein - sehr schön - im world wide web youtube.com/watch?v=VR_hPPV8td8&feature=results_video&playnext =1&list=PL6E009CD31E9E01E8

Viel Freude und Kraft! Papillion
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  #48  
Alt 08.06.2012, 20:13
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Cayden Cayden ist offline
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AW: Psychiatrische Krankheitsbilder aus schamanischer Sicht

Hallo Silberelfe,

Ich möchte gern zu deinem post #46 schreiben, will ihn aber nicht in seiner Gänze zitieren. Ich gehe da mit dir konform. Und eigentlich möchte ich nur ein paar Gedanken dazu äußern.

Du hast, glaub mich zu erinnern, irgendwo geschrieben, dass du mit einer/m Menschen der Schizophrenie hat, versucht hast zu arbeiten und dir das Durcheinander in diesem Menschen als sehr störend, beim arbeiten mit ihm/ihr, aufgefallen ist. Und das wundert mich eigentlich nicht wirklich.

Für mich stellt sich das Zusammenhangmäßig dar, was du in post #46 dazu schreibst. Und ich selber persönlich nehme es auch so wahr.

Wenn man in einer geschlossenen Familie/Verband/ Gemeinschaft/Dorf zusammen lebt (so wie früher oder so wie du das mit den Nativen beschreibst, meine ich), wo jeder jeden von Geburt an kennt und alle Verhältnisse offen(sichtlich) sind, ist es ja nicht so schwierig eine Störung zu finden und daran zu arbeiten.

Wenn aber, so wie bei uns in der westlichen Gesellschaft, alles Familiere und auch die Gesellschaft selbst ein totales Chaos ist (da ja heutzutage auch bei uns in einem Dorf kein echter Zusammenhalt sonder eine völlige Entfremdung, sogar zw. den eigenen Familien herrscht), wundert mich nicht im geringsten, dass so ein Durcheinander sich in vielen Menschen innen wiederfindet und was erst bei Jemandem, den dies so stark hernimmt, dass er/sie davon schizophren/depressiv/manisch wird/ist (gibt ja eine vorgeburtliche Prägung auch!), sichtbar wird (das Chaos), und was Alles eigentlich nicht mehr nachvollziehbar ist.

Ich schrieb ja schon vom "Raum ohne Begrenzung" ....da tummelt sich dann dieses Durcheinander (Seis das man vorgeburtlich schon eine Tendenz dazu hat -offenere Grenzen - oder die Grenzenlosigkeit (eines bestimmten Raumes) erst durch ein Trauma entsteht oder Beides zusammen).

Es wundert mich auch nicht im geringsten, dass Aufgrund unserer Gesellschaftsform immer mehr Menschen, welche eigentlich gesund wären wären sie in einer Familie/Verband/Gemeinschaft die für sie da sein sollte, krank und depressiv werden. Dieser Teil der Gesellschaftsform ist nicht normal (entfremdung voneinander) und sehr ungesund für das einzelne Individuum (bei aller Liebe die ich zur Individualität hege).

Ich persönlich, obwohl ich ein sehr individualistischer und freiheitsbetonter Mensch bin, nehme den Verlust des mir nahen Familien u. Ortsverbandes sehr schmerzlich wahr. Es ist niemand da zu dem man zurückkehren kann, der sich freut, wenn er einen wiedersieht, niemand, dem man etwas mehr bedeutet, niemand, der sich um einen umschaut oder mal eingreift, wenn es nötig ist, niemand, für den man etwas besonderes kann und der einen genau deshalb vertraut und braucht. Und sein wir uns mal ehrlich, bei aller individualität und selbstverantwortungsschiene, brauchen wir uns gegenseitig. Nobody ist perfekt und niemand kann alles allein. Es ist Ausdruck einer übermäßigen Wohlstandsgesellschaft.

Jetzt könnte man meinen, das Ding hätte auch ne andere Seite....die Abhängigkeit des Einzelnen von so einem Verband und die eigene Verpflichtung diesem Verband gegenüber. Was ja eigentlich einer Individualität des Einzelnen widerspricht.

Die Frage ist nun, existiert in unserer Gesellschaftsform überhaupt wirklich und real sowas wie ne Unabhängigkeit und Atonomität des einzelnen Individuums im Vergleich zu geschlosseneren kleineren Systemen? Oder ist es nicht viel mehr so, dass es bei einem kleinen Verband einfach überschaubarer ist und in unserer Gesellschaftsform die Abhängigkeiten und Verpflichtungen des einzelnen Individuums einfach viel unüberschaubarer, fremdbestimmter, weniger zuordnenbarer, indirekter sind und deshalb der fiktive Eindruck entsteht, man sei unabhängiger und individualistischer wie früher? (In Wahrheit ist man nur einsamer, alleingelassener und unbestimmbaren fremdbestimmten unübersichtlichen Prozessen schutzloser ausgeliefert. Freiwillig ist das nur was für ganz Harte).

Übrigens so am Rande....mit meinem Familienverband, der über ganz Europa verstreut daherkam war und ist, hättest du deine helle Freude. Und mehr, wenn du auch noch die aus Asien miteinbeziehst.
Ich kenne keinen, der sein ganzes Leben in einem Land verbracht hätte und nicht mindestens 1 mal sein ganzes Hab und Gut verloren hat (ständiges nochmal von 0 Beginnen). Ich lebe diese Muster (rastlosigkeit) nach und das zipft mich so dermaßen an, weil es mir im Grunde total widerstrebt.

Ich steh bei meiner Familie total an meinen Grenzen so viele Baustellen sind da. Ich kann sie an mir und meinem ausagieren erkennen im vollen Bewußtsein dessen (der ganzen Familieren Prägungen und Muster), dass es familiere aber nicht meine persönlichen "Dinge" sind, kann ich das Lösen kaum bewältigen, denn hab ich mal wieder ein Muster geknackt und gewandelt, wird die nächste Baustelle sichtbar (und andere ahnend hinterher). Mir kommt das vor, wie bei der Homoöpathie, wie die Schalen einer Zwiebel. Manchmal denke ich, ich komme nie an den Kern und es hört nie auf und manchmal denke ich, ich laß die ganze Sch.... und leb einfach und kümmer mich nicht mehr um die Zwiebel.

Wer bin ich, zum Kuckuck, dass ich das für meine Ahnen und meine Nachkommen tragen und lösen muß, mein eigenes Leben nicht leben kann??? Nur weil ich es seh/erkenne, weil mir das so klar vor Augen liegt???
Dabei seh ich ja nicht nur meine familieren Verstrickungen, das kommt noch hinzu.....bei aller Sehnsucht nach einer Familie oder einem Verband, hab ich gerade deshalb die Tendenz zum Einsiedler.

(Mensch Meier, bist du deppert.....hab ich jetzt viel gequasselt...aber jetzt stehts da und ich laß es so......wer keine Lust hat das zu lesen, den versteh ich total)

LG Cayden
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  #49  
Alt 10.06.2012, 19:40
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silberelfe silberelfe ist offline
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AW: Psychiatrische Krankheitsbilder aus schamanischer Sicht

Lieber Cayden,
sorry dass ich erst heute antworte, ich habe gearbeitet und war gestern zu müde um zu antworten, ich hab es aber gestern schon gelesen und war sehr berührt.

Ich empfinde vieles so wie du. Das, was du über die Gesellschaft sagst, und das, was du über deine Familie sagst. In meiner Familienstruktur ist es nicht das Verstreute, sondern ewig viele Fragezeichen, der Vater meiner Mutter wurde verheimlicht und von der Seite ist gar nichts bekannt, und auf der Seite meines Vaters gibt es jede Menge Konflikte und da er früh starb, kenn ich den Teil der Familie auch kaum. In einer meiner ersten Ausbildungen schaute mein Ausbilder meinen Stammbaum an und sagte: da kriegt man ja Kopfweh... danke, sehr ermutigend aber er hatte einfach recht.
Ich hab jahrelang aufgeräumt und aufgeräumt und jedesmal, wenn ich den Staub weggeblasen hatte, erschien eine neue Falltür.
Aber: ich dachte mir immer: es ist nun mal so, aus welchem Grund auch immer. Ich für mich will aber glücklich sein. Ich bin es mir wert, zu kämpfen, denn ich habe das Gefühl von Freiheit verdient. Ich werde nicht damit aufhören, Müll wegzuschaffen, bis ich für mich und mein Leben das Gefühl hab: jetzt paßt es. Jetzt bin ich frei und fühl mich wohl in meiner Haut.

Und seit ein paar Jahren ist es so. Ich hab viel Geld und Zeit investiert und bereue nichts davon. Hat sich absolut ausgezahlt. Und spannenderweise bin ich jetzt auch in meiner Kernfamilie akzeptiert und geschätzt, was ich nie war - ganz im Gegenteil. Und das kam irgendwie durch die Hintertür mit dazu.

Es ist erstaunlich, wie anders ich die Welt jetzt sehe. Es ist erstaunlich, wie anders die Menschen sind, mit denen ich heute zu tun habe. Wenn deine Verstrickungen sich lichten ist ein völlig anderes Erleben möglich.

Wurde jetzt ganz schön persönlich und hat mit dem Thema absolut nichts zu tun. Und auch ich lasse es so stehen.

Überleg dir, ob du es dir nicht doch wert sein willst, so viel aufzuräumen, dass DU ein schönes Leben haben kannst.
Vielleicht ist es ja weniger als du denkst.

Ganz liebe Grüße,
Irene
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  #50  
Alt 11.06.2012, 12:09
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Cayden Cayden ist offline
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AW: Psychiatrische Krankheitsbilder aus schamanischer Sicht

Hallo Irene,

Du, dass ist kein Problem.....ich hab auch nicht immer Zeit gleich zu antworten. Ich war selbst etwas verwundert über meinen Erguß. Dabei sollt isch schon gewohnt sein.

Wenn man von seiner Familie und den Ahnen so einiges nicht weiß, ist das schon anstrengend. Anstrengend wahrscheinlich auch nur für Jemanden, der sich damit befasst oder befassen muß. Manchmal hat man halt keinen Ausweg. Das kommt mir so ähnlich vor, wie die Schamanisierenden immer wieder sagen, dass manche Menschen da nicht daran vorbeikommen (an gewissen Dingen), sie nicht ignorieren können. Manche sind in einem anderen Bewußtsein, sehen "Dinge", die andere nicht mal wahrnehmen oder beachten (obwohl viele unglücklich sind).

So wie du sah ich das nie für mich....ich meine das: Ich bin es mir wert, ich kämpfe für mein persönliches Glück.......usw.
Für mich ist es wie ein Gefängnis, und lange Zeit fand ich die Türe nicht. Dann war da eine Türe und kein Schlüssel dazu. Das meiste mache ich allein ohne fremde Unterstützung.
Zitat:
Zitat von silberelfe Beitrag anzeigen
Es ist erstaunlich, wie anders ich die Welt jetzt sehe. Es ist erstaunlich, wie anders die Menschen sind, mit denen ich heute zu tun habe. Wenn deine Verstrickungen sich lichten ist ein völlig anderes Erleben möglich.

Ganz liebe Grüße,
Irene
Ja, da bin ich deiner Ansicht. Ist mir Letztens auch so ähnlich ergangen.
Ich merke aber auch noch, dass ich mir da selbst nicht erlaube zu vertrauen. Für mich ist es eher ungewohnt(es) (Muster), wie positiv viele Menschen plötzlich auf mich reagieren. Da merke ich leichte Flucht.- u. Rückzugstendenzen bei mir (Verlegenheit). Es ist erstaunlich, dass man sich auch an das Gute (Muster) erst gewöhnen muß.

Wenn es Jemandem gelingt einen großen Brocken zu lösen, kann das einen guten Teil der persönlichen blockierten Wahrnehmung öffnen. Man handelt anders und ist dann Aufgrund der Erkenntnis(se) anders und da ist es auch so wie du beschreibst, dass die Resonanz der Anderen verändert erlebt wird, positiver, da sich so Einiges relativiert und plötzlich nicht mehr stört oder konstruktiver verarbeitet werden kann. Im Grunde sieht man aber nur selbst bestimmte Situationen, Menschen, Zwischenmenschliches mit anderen Augen.

Hat sich auch Letztens bei mir sowas in einem Teilbereich gelöst. Es sind aber noch ausreichend Verstrickungen da, nicht zuletzt dadurch, dass ich selbst noch in so ne Verstrickungsfalle getappt bin, bevor ich daran zu arbeiten begann.

Mir bleibt eigentlich gar nichts anderes übrig als weiter aufzuräumen. Nein, es ist nicht weniger als ich denke. Es ist mehr als ich mir jemals vorstellen konnte. Dabei ist es nicht die Quantität der Dinge sondern deren Qualität und die gelebten Muster, die ich erkennen kann. Fragt sich nur, was davon kann ich überhaupt lösen? Momentan konzentriere ich mich auf die Dinge, die mich selbst am meisten betreffen und behindern.

Es hat schon mit dem Thema zu tun und ich finde es ist zwar persönlich, aber mehr auf das Innere bezogen als auf persönliches Umfeld oder persönliche Lebensumstände. Wovon soll man hier sonst reden, als über das Innere phänomenale Erleben seiner Selbst? Genau da passieren ja auch die ganzen Störungen wie Depressionen, Schizophrenie, Seelenverluste und Dergleichen. Wie C.G. Jung so schön sagte: Kein Kind kommt leer auf die Welt. Da bekommt auch die verpönte religiöse Erbsünde eine andere Anschauungsart.

Ich finde es schön, dass du, durch deine Arbeit daran, schon zu einer guten Lebensqualität gelangt bist und weiterhin viel Erfolg.

Lg Cayden
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  #51  
Alt 11.06.2012, 16:40
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magdalena magdalena ist offline
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AW: Psychiatrische Krankheitsbilder aus schamanischer Sicht

Zitat:
Zitat von silberelfe Beitrag anzeigen
Hallo,

seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit psychiatrischen Krankheitsbildern aus schamanischer Sicht, d.h. ich versuche, die Symptome mit schamanischem Verständnis zu betrachten.

Könnt ihr dazu was beitragen?

Auch für Büchertipps bin ich dankbar!

Ich bitte von Diskussionen, was schamanische Sichtweise ist, was schamanisch sein kann, soll, muss, darf, nicht darf, nicht muss und was ohnehin rechtliche Folgen nach sich zieht ;-)))..... usw. Abstand zu nehmen, das wurde anderorts reichlich diskutiert.

Danke für eure Beiträge!

Liebe Grüße, Irene
von schaminismus verstehe ich nichts, also kann ich darauf sowieso nicht eingehen.

ich kann nur von der langjährigen erfahrung berichten, mit einem menschen, der mit der diagnose 'paranoide schizoaffektive psychose' gelebt hat.

in den herkunftsfamileien wurde in einem besonders hohem ausmaß 'verdrängt' -
realitäten verleugnet - unter den tisch gekehrt -
mit allen wirkungen und wechselwirkungen dieses 'unheil seins'.

höchtwahrscheinlich hat der 'erkrankte' - zumindest in der ersten zeit -
'nur' gefühlt, dass etwas nicht stimmt -
das 'unheil' gefühlt -
nicht aber verstandesmäßig erfasst.

(wie auch?)

er hat um sich geschlagen -
ausdruck der hilf(macht)losigkeit einerseits -

aber sehr wohl auch um wachzurütteln -

den fokus der umgebenden menschen auf die ursachen des unheils zu richten.

daraus hat sich aus wirkungen und wechselwirkungen eine eigendynamik entwickelt -
all die - verdrängten und unreflektierten inhalte wurden aufgebrochen -

und werden erst nach und nach - sehr allmählich -

von manchen -

verstanden.

vielleicht ist das die geschichte eines einzelfalles -
und wahrscheinlich verstehe ich selbst auch längst noch nicht alles....

aber vielleicht ein denkansatz für dich.
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  #52  
Alt 12.06.2012, 10:39
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silberelfe silberelfe ist offline
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AW: Psychiatrische Krankheitsbilder aus schamanischer Sicht

Lieber Cayden,...

Zitat:
Zitat von Cayden Beitrag anzeigen
Das meiste mache ich allein ohne fremde Unterstützung.
Warum denn eigentlich? Meine Zähne reparier ich mir doch auch nicht selber.

Zitat:
Zitat von Cayden Beitrag anzeigen
Es ist erstaunlich, dass man sich auch an das Gute (Muster) erst gewöhnen muß.
Da sprichst du ein großes Wort gelassen aus. Oft muss man erst mal daran arbeiten, dass sich der Klient gönnt, die Auflösung der Last überhaupt anzunehmen. Grad bei heftiger Symptomatik ist das oft so.

Zitat:
Zitat von Cayden Beitrag anzeigen
Mir bleibt eigentlich gar nichts anderes übrig als weiter aufzuräumen. Nein, es ist nicht weniger als ich denke. Es ist mehr als ich mir jemals vorstellen konnte. Dabei ist es nicht die Quantität der Dinge sondern deren Qualität und die gelebten Muster, die ich erkennen kann. Fragt sich nur, was davon kann ich überhaupt lösen? Momentan konzentriere ich mich auf die Dinge, die mich selbst am meisten betreffen und behindern.
Man sollte ohnehin nur das auflösen, was einen selbst behindert, weil das andere geht einen schlichtweg nichts an. In Familienaufstellungen achte ich sehr darauf, dass es immer nur um die Themen geht, die der Klient trägt, denn alles andere ist übergriffig - die Ahnen sind uns keine Rechenschaft schuldig. Aber der Klient hat ein Recht darauf, seine eigenen Verstrickungen zu lösen.
Und ich denke, was bei einem selbst im Energiefeld ist, kann man immer lösen, auf die eine oder andere Art, außer, der Seelenplan hat was anderes vor.

Zitat:
Zitat von Cayden Beitrag anzeigen
Ich finde es schön, dass du, durch deine Arbeit daran, schon zu einer guten Lebensqualität gelangt bist und weiterhin viel Erfolg.

Lg Cayden
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  #53  
Alt 12.06.2012, 10:49
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Zitat:
Zitat von magdalena Beitrag anzeigen
ich kann nur von der langjährigen erfahrung berichten, mit einem menschen, der mit der diagnose 'paranoide schizoaffektive psychose' gelebt hat.

in den herkunftsfamileien wurde in einem besonders hohem ausmaß 'verdrängt' -
realitäten verleugnet - unter den tisch gekehrt -
mit allen wirkungen und wechselwirkungen dieses 'unheil seins'.
Hallo Magdalena,
danke für deine Beschreibung aus eigener Erfahrung.

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Es schien mir so, als wären die Symptome umso heftiger, je intensiver das Muster des Verdrängens und Geheimhaltens in den Ursprungsfamilien und der Ahnenreihe vertreten ist.

Das Muster selbst kommt ja auch irgendwo her - in den Aufstellungen, die ich erlebt habe, wo es so stark spürbar war, gab es immer heftige Vorfälle, da wurde der Deckel zugemacht und das wurde als Muster weitergetragen.

Energie kann nicht einfach vergehen, sie kann nur transformiert werden, und wenn das durch Verheimlichen nicht möglich ist, sucht sie sich andere Wege.

Irgendeiner der Nachfahren nimmt sich dann der Angelegenheit an...

Liebe Grüße, Irene
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  #54  
Alt 12.06.2012, 11:02
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AW: Psychiatrische Krankheitsbilder aus schamanischer Sicht

Hallo Irene,

Zitat:
Zitat von silberelfe Beitrag anzeigen
Lieber Cayden,...


Warum denn eigentlich? Meine Zähne reparier ich mir doch auch nicht selber.
Kostenfrage. Und weil ich es kann.
Was ich nicht selbst kann, da hol ich mir eh Hilfe.

Zitat:
Zitat von silberelfe Beitrag anzeigen
Da sprichst du ein großes Wort gelassen aus. Oft muss man erst mal daran arbeiten, dass sich der Klient gönnt, die Auflösung der Last überhaupt anzunehmen. Grad bei heftiger Symptomatik ist das oft so.
Ja kenne und verstehe ich. Ich schreibe ja auch schon von einer gewissen Warte aus.

Zitat:
Zitat von silberelfe Beitrag anzeigen
Man sollte ohnehin nur das auflösen, was einen selbst behindert, weil das andere geht einen schlichtweg nichts an. In Familienaufstellungen achte ich sehr darauf, dass es immer nur um die Themen geht, die der Klient trägt, denn alles andere ist übergriffig - die Ahnen sind uns keine Rechenschaft schuldig. Aber der Klient hat ein Recht darauf, seine eigenen Verstrickungen zu lösen.
Und ich denke, was bei einem selbst im Energiefeld ist, kann man immer lösen, auf die eine oder andere Art, außer, der Seelenplan hat was anderes vor.
Da bin ich teils anderer Ansicht. Die Ahnen sind mir Rechenschaft schuldig in Form von Information. Ich habe sehr viel mit meinen älteren Familienmitgliedern gesprochen und dadurch auch eine ander Wahrnehmung bekommen, raus aus der Vermutung nämlich. Aber um Ähnliches geht es ja in der Familienaufstellung: um Informationen und um Abgeben. Ich bin auch strikt dagegen, wenn Jemand für Jemanden etwas lösen will.

Mir ging es eher um die Verhaltensmuster in denen ich mich befinde und die natürlich auch auf die Nachkommen wirken, wenn ich sie bei mir nicht erkenne und löse. Das heißt aber noch lange nicht, dass wenn ich meine löse sie auch automatisch auf eventuelle Nachkommen nicht wirken. Das ist ja das Unangenehme, wenn man zwar bei sich gelöst hat, es sich aber bei einem Nachkommen bereits manifestiert hat, das Muster.

Zitat:
Zitat von silberelfe Beitrag anzeigen
Danke - und ich erst
Ich wünsch dir auch viel Erfolg dabei .... und vielleicht magst du doch mal Hilfe in Anspruch nehmen?

Ganz liebe Grüße, Irene
Tu ich eh mitunter

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  #55  
Alt 12.06.2012, 13:27
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AW: Psychiatrische Krankheitsbilder aus schamanischer Sicht

Hi Cayden!

Zitat:
Zitat von Cayden Beitrag anzeigen
Die Ahnen sind mir Rechenschaft schuldig in Form von Information. Ich habe sehr viel mit meinen älteren Familienmitgliedern gesprochen und dadurch auch eine ander Wahrnehmung bekommen, raus aus der Vermutung nämlich. Aber um Ähnliches geht es ja in der Familienaufstellung: um Informationen und um Abgeben. Ich bin auch strikt dagegen, wenn Jemand für Jemanden etwas lösen will.
Das sehe ich anders, und ich möchte das gerne nochmals anders als schon geschehen formulieren:
Die Ahnen sind uns keinerlei Rechenschaft schuldig. Dort wo ich was übernommen habe, habe ich das Recht es aufzulösen. Ich habe es aber übernommen, weil ich mich in etwas einmische, was mich gar nichts angeht (genaugenommen verstoße ich dadurch auch wieder gegen die Ordnung in der Familie). Ich hab es übernommen, um dem Ausgleichssystem innerhalb der Familienstruktur Rechnung zu tragen, sprich: irgendwer mußte es übernehmen. Aber dafür, dass ich es übernommen habe, sollte ich die Verantwortung übernehmen. Dafür können meine Ahnen nichts.
Zitat:
Zitat von Cayden Beitrag anzeigen
Das heißt aber noch lange nicht, dass wenn ich meine löse sie auch automatisch auf eventuelle Nachkommen nicht wirken. Das ist ja das Unangenehme, wenn man zwar bei sich gelöst hat, es sich aber bei einem Nachkommen bereits manifestiert hat, das Muster.
Und das geht mich genausowenig was an. Wenn ein Nachfahre was übernimmt, hat er seinen Grund. Ich bin Mutter und weiß, das ist nicht leicht. Aber ich praktiziere es so: mein Sohn ist frei, seine eigenen Erfahrungen zu machen, und aus dem Familiensystem zu tragen, was er möchte. Ich kann nicht wissen, was sein Seelenplan braucht.

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  #56  
Alt 12.06.2012, 13:38
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AW: Psychiatrische Krankheitsbilder aus schamanischer Sicht

Was ist ein psychiatrisches Krankheitsbild?

ich find da jetzt keine Verbindung von Psyche und Psychiatrie, als Laie
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  #57  
Alt 12.06.2012, 15:51
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AW: Psychiatrische Krankheitsbilder aus schamanischer Sicht

Zitat:
Zitat von Sadira Beitrag anzeigen
Was ist ein psychiatrisches Krankheitsbild?

ich find da jetzt keine Verbindung von Psyche und Psychiatrie, als Laie
Hallo Sadira,
das ICD 10 ist das derzeit gültige, weltweit anerkannte Diagnoseklassifikationssystem der Weltgesundheitsorganisation. Dort findet sich eine Auflistung psychiatrischer Krankheitsbilder - Depression, Manie, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen, Phobien um nur einige zu nennen.

Psychiatrie beschäftigt sich mit der Psyche innerhalb des definierten Rahmens, ebenso wie die Psychologie innerhalb ihres Rahmens.

Diesen Rahmen zu sprengen und mit anderen Augen draufzuschauen, das wollte ich mit diesem Thread.

Liebe Grüße, Irene
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  #58  
Alt 12.06.2012, 16:21
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AW: Psychiatrische Krankheitsbilder aus schamanischer Sicht

Zitat:
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Hallo Magdalena,
danke für deine Beschreibung aus eigener Erfahrung.

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Es schien mir so, als wären die Symptome umso heftiger, je intensiver das Muster des Verdrängens und Geheimhaltens in den Ursprungsfamilien und der Ahnenreihe vertreten ist.

Das Muster selbst kommt ja auch irgendwo her - in den Aufstellungen, die ich erlebt habe, wo es so stark spürbar war, gab es immer heftige Vorfälle, da wurde der Deckel zugemacht und das wurde als Muster weitergetragen.

Energie kann nicht einfach vergehen, sie kann nur transformiert werden, und wenn das durch Verheimlichen nicht möglich ist, sucht sie sich andere Wege.

Irgendeiner der Nachfahren nimmt sich dann der Angelegenheit an...

Liebe Grüße, Irene
du hast mir sehr geholfen, liebe irene -

nicht nur mit diesen worten - hier....


der psychotische - von dem ich gesprochen habe -

hat immer und immer wieder von korrelationen gesprochen.

da war eines seiner hauptthemen....
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  #59  
Alt 12.06.2012, 16:39
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Hi Cayden!


Das sehe ich anders, und ich möchte das gerne nochmals anders als schon geschehen formulieren:
Die Ahnen sind uns keinerlei Rechenschaft schuldig. Dort wo ich was übernommen habe, habe ich das Recht es aufzulösen. Ich habe es aber übernommen, weil ich mich in etwas einmische, was mich gar nichts angeht (genaugenommen verstoße ich dadurch auch wieder gegen die Ordnung in der Familie). Ich hab es übernommen, um dem Ausgleichssystem innerhalb der Familienstruktur Rechnung zu tragen, sprich: irgendwer mußte es übernehmen. Aber dafür, dass ich es übernommen habe, sollte ich die Verantwortung übernehmen. Dafür können meine Ahnen nichts.

Und das geht mich genausowenig was an. Wenn ein Nachfahre was übernimmt, hat er seinen Grund. Ich bin Mutter und weiß, das ist nicht leicht. Aber ich praktiziere es so: mein Sohn ist frei, seine eigenen Erfahrungen zu machen, und aus dem Familiensystem zu tragen, was er möchte. Ich kann nicht wissen, was sein Seelenplan braucht.

Ganz liebe Grüße, Irene
Hallo Irene,

da gehen unsere Ansichten auseinander. Ist halt so.

Ich werde in eine bestimmte Familienstruktur hineingeboren mit bestimmten Mustern, Glaubenssätzen, Prägungen. Ein Kind kommt nicht leer zur Welt. Diese Muster, etc. bekomme ich mit (auch bedingt durch Vererbung), sowohl Gute wie auch weniger Förderliche. Dafür kann ich nichts, das ist so. Da sehe ich wenig bis keine Freiwilligkeit von Übernehmen dahinter.

Ich kann aber sehr wohl Muster, etc. erkennen und unterscheiden, welche denn nun davon förderlich sind und welche nicht und die weniger förderlichen kann ich ändern (was nicht heißt, dass es einfach ist!).

Genauso sehe ich es nicht als Einmischung die mich nichts angeht, ist ja meine Familie und die mischen sich bei mir ja auch ein. Abgesehen davon, wenn ich ein unförderliches Muster lebe (durch Prägung von den Ahnen) und mein Nachkomme lebt es mir nach und ich weiß (komme drauf) woher es kommt und das es unförderlich ist und zudem sehe, dass es meinen Nachkommen stört, weiß ich, dass ich daran etwas ändern muß und sowohl auch meinem Nachkommen helfen muß es loszuwerden (das Muster). Ganz einfach.

Ich löse was ich will und auch lösen kann. Darüber diskutier ich nicht mal. Worüber ich reden kann ist das: Wie und wie schnell. Ich hänge auch nicht der These an, dass mein Selbst sich das, bevor ich auf die Welt kam, ausgesucht hat (Seelenplan etc.) ....usw.

GLG Cayden
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  #60  
Alt 12.06.2012, 16:42
Benutzerbild von magdalena
magdalena magdalena ist offline
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AW: Psychiatrische Krankheitsbilder aus schamanischer Sicht

Zitat:
Zitat von Sadira Beitrag anzeigen
Was ist ein psychiatrisches Krankheitsbild?

ich find da jetzt keine Verbindung von Psyche und Psychiatrie, als Laie
naja -

das problem besteht darin, dass ein mensch, der sich psychisch - in dem was ist - also in der welt, wie sie derzeit ist - in in diesem gefüge - in dem was wir so allgemein als nomal empfinden -

ganz einfach nicht zurechtfindet -

und daher auch nicht überlebensfähig ist.

oder kennst jemanden, der überleben kann, ohne sich zumindest ansatzweise anzupassen?

oder kennst du einen menschen, der ohne alle errungenschaften unserer gesellschaft eine überlebenschance hätte?

also im urwald vielleicht ja -
wenn entsprechend großgezogen...

psychiatrische diagnosen sind zweierlei -

sie erklären den menschen, der in dieser umwelt nicht zurechtkommt als KRANK -

ohne ihn allerdings tatsächlich wie einen kranken zu behandeln -

also - mit dem 'gebührenden mitleid' zu versehen, und der ganz selbstverständlichen behandlung -

sie erklären ihn vielmehr als GESTÖRT -
bis hin zu GEISTIG BEHINDERT -
bis hin zu ASSOZIAL -
bis hin zu KRIMINELL -
(kriminell auch ganz ohne wirkliche kriminelle handlung).

(ich red' jetzt von der schulmedizin, die aber letztlich - zumindest vorläufig - von politik etc. auschließlich gehört wird...)

das klingt alles schrecklich -

ist aber nicht -

mit der psychiatrischen diagnose verbindet sich nämlich die finanzielle unterstützung durch die gesellschaft.


kapiert den wahnsinn jemand?
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