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AW: Existiert eine Seele?
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Die Doppelblidmethodik kürzt ein paar der wohl bekannten Effekte der Suggestion und (Selbst-)täuschung raus. Wenn Du jetzt diese Methodik ablehnst, weil sie in der evidenzbasierten Medizin nicht zu Deiner Zufriedenheit angewendet wird, und es immernoch ebenfalls wohlbekannte methodische Schwächen gibt, ist das arg Überreagiert. Es ist doch immer wieder lustig, wie Leute sich winden, die die Doppelblind-Methodik ablehnen, und sie dann für Dinge kritisieren, für die die Methodik nichts kann. In der Methodik wird NICHT vorgeschrieben, dass die Studie von der Pharmaindustrie bezahlt werden soll... dennoch wird - wie hier auch - die Methodik u.a. dafür kritisiert - a la: "Oh, Bad-Pharma bezahlt die meisten Studien, also ist die Methodik bestimmt falsch.". Es steht jedem frei, die Methodik anzuwenden. Die Weigerung z.B. von Homöopathen - mit teilweise dem gleichen dummen Argument - spricht Bände. Zitat:
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Und die Wissenschaftliche Methodik verhindert nunmal sehr wohl bekannte Effekte der Suggestion und Täuschung und Selbsttäuschung. Wer sich nicht an diese Methodik hält, muss sich Fragen gefallen lassen, wie er mit diese Effekten umgeht, oder warum deren Einfluss auf das Experiment unwichtig ist (wie z.B. bei Studien, die gezielt den Placebo-Effekt untersuchen). Und da gilt ein "Ich täusche mich nicht!" oder gar ein "man kann trainieren, dass man sich nicht mehr täuscht" (was ich auf die Frage uach schonmal gehört habe) eben nicht. Zitat:
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Aha, die Wissenschaft muss sich also (in Deinem Sinne) erweitern. Dass Du Dich aber vielleicht in dem Sinn erweiterst einzusehen, dass Deine Methoden Dich vielleicht nicht im nötigen Maße vor Selbsttäuschung schützen, kommt Dir nicht in den Sinn?
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Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als unsere Schulweisheit uns lehrt; aber weniger, als manche glauben. Nicht jeder Mutige, der gegen den Strom schwimmt, spricht die Wahrheit. Geändert von Joey (04.05.2012 um 13:32 Uhr) |
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#392
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AW: Existiert eine Seele?
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Du fragst völlig zu Recht nach diese Theorie bestätigenden Experimenten. Anführen mag ich hierzu beispielsweise die prominenten Libet-Experimente, aus denen zweifelsfrei hervorgeht, dass das bewusste Wollen einer Innervierung muskulärer Fasern um durchschnittlich 200ms vorausgeht. Mein Modell besitzt einen enormen Erklärungswert bezüglich dieser experimentellen Daten: Bewusste Willensakte haben 150ms Zeit, um die entsprechenden Pyramidenareale der Großhirnrinde zu aktivieren (durch Wahrscheinlichkeitsmaximierung), so dass die intendierte Muskelkontraktion folgen kann. Materialistische Neurowissenschaftler können meines Wissens nicht plausibilisieren, wie bewusstes Denken und Wollen spezifische Handlungsmuster initiieren kann. Auch ist mir nicht klar, wie sie die Zufälligkeit der Exozytosen überwinden, damit konkrete Bewegungen realisiert werden können. Zitat:
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#393
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AW: Existiert eine Seele?
Übrigends das möglicherweise viel interssantere an Erkenntnissen wie z.B.:
E=m c², oder Liebe Grüße Reiner
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Leben ist nicht die Summe seiner Bestandteile, sondern dessen Information. |
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#394
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AW: Existiert eine Seele?
Die Einstein-Formel ist fürwahr sehr imposant. Allerdings tangiert E = mc² ausschließlich die materialistische Sphäre, da sie die Äquivalenz von Masse und Energie zum Ausdruck bringt. Sie ist zweifelsohne von Nutzen, möchte man bestimmte Phänomene der physikalischen Realität beschreiben bzw. erklären. Mentale und/oder psychische Dimensionen werden von ihr jedoch nicht erfasst.
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#395
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AW: Existiert eine Seele?
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Aus meiner Sicht sind Quanten (Letztendlich auch Psychonen, wenn es sie geben sollte) auch nur eine Art "materielles", weil es eben letztendlich auch nur "Teilchen", Bausteine sind. Veileicht besteht das Bewusstsein auch nur aus 3 oder ein paar mehr, oder weniger Bausteinen. Letzendlich bedienen sich auch Esoteriker mit ihren "spirituellen" Ansichten diesen und anderen materealistischen Formeln und Formen. Vielen ist das garnicht mal bewusst. Vielleicht haben viele davor einfach Angst manches zu akzeptieren, oder zu sehen, weil sie davon enttäuscht wären, dass alles Großartige, die "Wunder" des Lebens, des Universums, "die Spiritualität auf höchster Ebene" im Grunde etwas ganz einfaches ist. Liebe Grüße Reiner
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Leben ist nicht die Summe seiner Bestandteile, sondern dessen Information. |
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#396
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AW: Existiert eine Seele?
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Bei den Psychonen handelt es sich dagegen um die Bestandteilchen des immateriellen Bewusstseins. Ob sie in der Realität existieren, ist eigentlich von sekundärer Relevanz, da sie im interaktionistischen Modell lediglich der wissenschaftlichen Deskription dienen. Charakteristisch für die Psychonen ist die Masse-, Energie- und Ladungslosigkeit. Damit sind sie folgerichtig nicht der materialistischen Dimension inhärent, sondern bilden eine eigene Substanz, die gewissermaßen parallel zur materialistischen Welt existiert. Ein wahrscheinlichkeitstheoretisches Argument für die Materialisten: Neurobiologische Fakten: 1. Damit es zur Realisation einer willkürmotorischen Aktion kommen kann, ist die Innervierung spezifischer Pyramidenareale des motorischen Kortex' unabdingbar. 2. An jedem Hauptdendriten eines Pyramidenneurons koppeln durchschnittlich 2 000 bis 5 000, mitunter gar 10 000 Synapsen an. 3. Viele synaptische Erregungen eines Dendriten müssen sich zwingend addieren, damit eine Impulsinduktion in der betroffenen Pyramidenzelle folgt. 4. Jede durch ein axonal einlaufendes Aktionspotenzial generierte synaptische Stimulation (durch die Öffnung eines Vesikels, die am dendritischen Dorn zum EPSP führt) erfolgt mit einer minimalen Wahrscheinlichkeit von 25%. 5. Ein Dendron beinhaltet bis zu 100 verschiedene Hauptdendriten von Pyramidenzellen. 6. Es müssen ganze Regionen von Dendronen (Pyramidenareale) aktiviert werden, damit letzten Endes eine konkrete Bewegung die Konsequenz ist. Erkennt Ihr die außerordentlich geringe Wahrscheinlichkeit dieses Prozesses, wenn keine Wahrscheinlichkeitsmodifikation stattfindet? Geändert von MysticalLady (04.05.2012 um 20:34 Uhr) |
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#397
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AW: Existiert eine Seele?
Hallo Joey,
ich empfehle Dir zwischendrin mal meinen blog hier zu lesen sind nur zwei Zeilen, aber auch wichtig, zu verstehen, was ich sage. Danke und ein schönes Wochenende wünscht Andreas |
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#398
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AW: Existiert eine Seele?
Hallo
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Wieso denn zufällige Exozytosen? Die Ausschüttung von Neurotransmittern in den synaptischen Spalt geschieht doch nicht zufällig, sondern wird, wie du selbst schreibst, durch ankommende Aktionspotentiale ausgelöst. Und wie ist das mit dem Einfluss der Wahrscheinlichkeitsmodifikation auf die Summierung von Exozytosen gemeint? Warum summieren sich viele einlaufende Aktionspotentiale nicht einfach durch die Ausschüttung von mehr Neurotransmittern? Wieso geht das nicht ohne Psychonen? Zitat:
Zitat:
Wie ist das denn bei Tieren, die deines Erachtens keine Seele und keinen Kontakt zu Psychonen haben? Da funktioniert das Nervensystem mit seiner Biochemie doch auch, eine Maus kann auch "willkürmotorische Aktionen" ausführen. Warum sollte uns die Natur mit einem Gehirn ausstatten, dass eigentlich gar nicht funktionieren kann? Ja ja, ich weiß, Gott und so... Gruß McCoy |
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#399
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AW: Existiert eine Seele?
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#400
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AW: Existiert eine Seele?
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Aber auch im Gehirn einer Maus lösen Aktionspotentiale Exozytosen aus, die sich summieren können. Zumindest alles, was du die du in Punkt zwei bis sechs aufgelistet hast, von Dendriten, Dendronen und Pyramidenneuronen, trifft doch auch auf das Mäusehirn zu, oder? Wenn es aber da funktioniert, warum braucht der Mensch dann Psychonen? Zitat:
Gruß McCoy Geändert von McCoy (05.05.2012 um 00:23 Uhr) |
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#401
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AW: Existiert eine Seele?
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Eine Exozytose wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 25% ausgelöst. Dass sich nur fünf Exozytosen summieren, geschähe jedoch bereits mit einer wahrhaft geringen Wahrscheinlichkeit von 0,09%(!). Ich gehe allerdings davon aus, dass sogar mehrere hundert Exozytosen für die Aktivierung eines Dendrons, welcher ja schon ungefähr 100 Hauptdendriten enthält, vonnöten sind. Diese schlussendliche Wahrscheinlichkeit kann und muss demnach vollkommen zu Recht als absolut niedrig deklariert werden. Einige materialistische Neurowissenschaftler machen es sich ziemlich einfach. Sie postulieren in Anbetracht dieser Tatsachen schlicht die Aufsummierung von Aktionspotenzialen an der Präsynapse. So könne aus ihrer Sicht die minimale Wahrscheinlichkeit überwunden werden. Selbst wenn dieser materialistische Ansatz zuträfe, bieten die hier dargestellten Fakten aus der Neurobiologie noch immer eine Option für eine dualistische Interaktion durch Wahrscheinlichkeitsmodifikation, denn bewiesen ist die Erklärung der Neurowissenschaftler nicht. Sie vermuten und spekulieren lediglich. Zitat:
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#402
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AW: Existiert eine Seele?
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![]() Ach wie gut das wir Menschen andere Synapsen haben , sonst würden wir womöglich unbewusst Mäuse fangen ![]() [/ironie]
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Leben ist nicht die Summe seiner Bestandteile, sondern dessen Information. |
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#403
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AW: Existiert eine Seele?
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Erstens: Denn wie werden diese Wahrscheinlichkeiten denn berechnet? Die müssen ja irgendwo herkommen. Zweitens: Deine Angabe mit 25% stimmt nicht. Die Wahrscheinlichkeit der Exozytose ist stark variabel, abhängig von vielen verschiedenen Faktoren. Viele Forscher beschäftigen sich mit diesem Thema. (Link) Was ich damit sagen will: Bevor du hier mit dieser Wahrscheinlichkeit argumentieren möchtest, solltest du erstmal die Forschungsarbeit zu dem Thema zumindest grob beherrschen. Drittens, und das ist eigentlich das wichtigste: Du behauptest, Psychonen seien quasi der "Geist". Dieser Geist verschwindet nach dem Tod aus dem Gehirn, sehe ich das richtig? Dann wäre die logische Konsequenz: Wenn man verbundene Neuronen eines toten Menschen isolieren und in vitro mit solchen Spannungen erregen würde, wie sie auch in vivo vorkämen, dann würde nach deiner Theorie niemals (oder nur mit extrem geringer Wahrscheinlichkeit) ein AP im postsynaptischen Neuron zustandekommen. Dass dem so wäre, ist mir aber noch nie untergekommen. Viertens: Zitat:
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#404
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AW: Existiert eine Seele?
Theoretisch dann doch auch durch die Veränderung der Synapsen, die durch die Häufigkeit der elektrischen Signale stattfindet oder?
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#405
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AW: Existiert eine Seele?
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Unabhängig davon gibt es natürlich Neuronen im menschlichen Gehirn, an deren Synapsen die Exozytosen-Wahrscheinlichkeit höher liegt (meines Wissens gilt dies beispielsweise für spezielle Neuronen des Kleinhirns). Das betrifft aber nicht die Wahrscheinlichkeit der an die Pyramidenzellen ankoppelnden Nervenzellen, die hier thematisiert werden. Der Wert von 25% wurde mir im Übrigen in einer E-Mail von Prof. Dr. Wolf Singer bestätigt. Also habe ich da absolut nichts falsch verstanden. Und nebenbei: Die besagte Nachricht von Herrn Professor Singer habe ich Dir sogar einmal gezeigt... Zitat:
PS: Vergessen: Zitat:
Zitat:
Geändert von MysticalLady (05.05.2012 um 10:56 Uhr) |
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