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Hinweise

  1. Alter Kommentar
    Benutzerbild von TopperHarley

    Titanium

    hey,

    ich finde a.) ist mit einer unglaublichen Leidenschaft gesungen ... die merkt man aber nicht so, wenn man zugleich das recht einfach aufgenommene Video beobachtet. Besser ist es also das Video dabei nicht zu gucken. Und der Gavin geht als einziger in die Titanium Passage mit voller Kraft rein während z.B. die Beatrice die Kraft hier zurücknimmt ...

    b.) bei der Madilyn ist der Videoschnitt und die Inszenierung top ... das Licht ... und ihre Augen kommen immer wieder glänzend zur Geltung ... und als Gesamtwerk finde ich das irrsinnig schön zu verfolgen. Nicht zuletzt hat ihre Stimme eine unglaubliche Weiblichkeit und Sanftheit ... insbesondere wenn sie in die höheren Stimmlagen geht. Das ist alles sehr rund ... wenn auch vielleicht nicht ganz so kontrastreich gesungen wie von Ganvin und Beatrice, wobei sie das Titanium in verschiedenen Ausdrücken singt, also einmal sanfter und später kräftig-intensiver ...

    c.) Die Beatrice kann mit ihren 13 Jahren ... neben der Sanftheit auch noch so eine leichte "Rauheit" singen ... was natürlich spannend ist ... und sie hier auch gekonnt einsetzt und das Ganze sehr facettenreich macht ... und mehr Power rüber bringt als bei der Madilyn. Und wie sie das Titanium singt und da eigentlich die Kraft herausnimmt ... hätte ich gar nicht erwartet ... aber es ist schön so =)
    Veröffentlicht: 25.05.2013 um 12:01 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 25.05.2013 um 12:08 von TopperHarley
  2. Alter Kommentar
    Benutzerbild von moonlight

    Titanium

    c. :-)

    Lg,

    E.
    Veröffentlicht: 25.05.2013 um 11:16 von moonlight moonlight ist offline
  3. Alter Kommentar
    Benutzerbild von TopperHarley

    Evangelium der Maria (Magdalena?)

    Möglicherweise ist (1) aber auch eine indirekte Anspielung von Jesus auf sich selbst ... also, Er ist die Kraft die gekommen ist die Seele zu ihrem Wurzeln zurück zu bringen ... und in Seiner Gegenwart sollen die Apostel frohen Mutes sein ... ja und vor allem empfänglich (für die Christus- und Meisterkraft) werden. Mein derzeitiger Eindruck ist, dass Jesus auf die Bedeutung der Empfänglichkeit hinweisen wollte.

    Ansonsten spricht die Übersetzung ja eh schon fast Klartext: Die Abtrennung von Gott und das Eintauchen in die Materie fordert einen hohen Tribut von der Seele ... und sie wird Leid ertragen müssen. Sie vergisst ihren Schöpfer im Reich der Materie & Illusionen und verliert sich selbst im Spiel des Lebens. Aber die Apostel sollen nicht verzagen, weil Jesus für sie gekommen ist.
    Veröffentlicht: 03.04.2013 um 12:30 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 03.04.2013 um 12:38 von TopperHarley
  4. Alter Kommentar
    Benutzerbild von TopperHarley

    Evangelium der Maria (Magdalena?)

    Zitat:
    Zitat von Evangelium der Maria
    Es gibt ein Leid, das nicht verglichen werden kann. Es ist aus einem gegenüber der Natur hervor gegangen. Daher entsteht eine Verwirrung überall am Leibe. Und deswegen habe ich Euch gesagt: Habt Mut! Auch wo ihr Mut nicht habt, habt dennoch Mut! Denn ihr seht doch, die Gestalten der Natur, sie sind verschieden.
    Diese, obige Übersetzung ist hilfreich, aber nicht perfekt und eben sehr schweeer zu erfassen. Worum geht es hier wirklich???? Die eine englische Übersetzung liefert hier zusätzliche Aufschlüsse

    Zitat:
    [...] indeed become contented and agreeable (only) in the presence of that other Image of nature.
    Dieses Gegenteil der Natur ... das ist natürlich nicht-materiell, also Seele ... aber möglicherweise eine Anspielung von Jesus auf die Kraft, die er vertritt:

    Zitat:
    Zitat von Evangelium der Maria (Toppers Version)
    Aus der Materie ging ein Leiden hervor, das keinesgleichen kennt, weil es aus etwas entstanden ist das der Natur der Seele widerspricht. So entstand eine Verwirrung [= Unwissenheit] im ganzen Körper. Dennoch habe ich Euch gesagt: Seid zuversichtlich, wenn ihr auch unzufrieden und verzagt sein möget! Wahrlich, werdet offen und empfänglich in der Gegenwart Jenes, der dem Wesen der äußeren Welt entgegensteht (1).
    (1) Ich vermute, dass hier wieder diese spielerischen Doppeldeutigkeiten vorkommen ... obige Originalübersetzung ist auch gut: Die Apostel sollen frohen Mutes ein, weil eben Natur und Seele verschieden sind ... und die Seele ihrem Wesen nach unsterblich ist und zum Vater zurück kehren wird.
    Veröffentlicht: 03.04.2013 um 12:26 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 05.04.2013 um 13:33 von TopperHarley
  5. Alter Kommentar
    Benutzerbild von TopperHarley

    Evangelium der Maria (Magdalena?)

    Das Rad des Lebens (der Wiedergeburten) ist keine Erfindung des Buddhismus. Alle höherwertigen Religionen betrachte(te)n es als eine Grundsäule ihrer Lehren, wie auch das einstige Christentum. So finden wir heute noch in der Einheitsübersetzung der Bibel:

    Zitat:
    Zitat von Jakobus (3,6)
    Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Die Zunge ist der Teil, der den ganzen Menschen verdirbt und das Rad des Lebens in Brand setzt; sie selbst aber ist von der Hölle in Brand gesetzt.
    Und was erfahren wir hier? Die Zunge, also unsere Worte, befeuern das Rad des Lebens und halten es am Laufen ... und wir schaffen damit Karma ... und müssen wieder kommen. Alles fügt sich wunderbar zusammen.
    Veröffentlicht: 03.04.2013 um 11:31 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 03.04.2013 um 11:41 von TopperHarley
  6. Alter Kommentar
    Benutzerbild von TopperHarley

    Evangelium der Maria (Magdalena?)

    Zitat:
    Zitat von Evangelium der Maria
    Dann fuhr er fort: 'Deswegen werdet ihr krank und müsst sterben: Weil ihr [das liebt], was [euch in die Irre führt](1). Das sollte jeder bedenken!
    Da fehlen ein paar Tex-Fragmente. Aber es ist genau das, was schon oben steht und die Heiligen immer wieder betonen: Wir lieben die Welt mehr als das Göttliche. Und wie äußert sich diese Liebe? In Form von Zuwendung und Zeit, die wir dafür aufbringen. Wenn wir etwas sehr lieben, dann wollen wir jede einzelne Sekunde damit verbringen. Aber indem wir der Welt den Vorzug geben, müssen wir die Krankheiten des materiellen Körpers erdulden und auch sein nahendes Ende (physischer Tod). Und das nicht nur einmal.

    Für Jesus war es klar, dass die vorherrschende Liebe zur Welt (Rang & Name, Besitztümer, Sexualität, Macht & Geld usw.) ein fortwährendes Geborenwerden und Sterben im Kreislauf der Geburten und Tode mit sich bringt.

    Oder anders herum, also über die Logik: Jesus liefert uns quasi die Antwort darauf, wie wir aus diesem Kreislauf (Rad des Lebens) ausbrechen können. Es geht definitiv nicht um den "Tod dieses Lebens", weil dieser sich ja gar nicht mehr vermeiden lässt. Wir wurden bereits geboren (wegen der Liebe zu dieser Welt) und müssen früher oder später auch unseren Körper ablegen (sterben). Vielmehr geht es um einen Ausbruch aus dem "Rad des Lebens" und Kreislauf des Wiedergeburten, wie man heute sagen würde.
    Veröffentlicht: 03.04.2013 um 11:29 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 03.04.2013 um 11:39 von TopperHarley
  7. Alter Kommentar
    Benutzerbild von TopperHarley

    Evangelium der Maria (Magdalena?)

    Zitat:
    Zitat von Evanglium der Maria
    Da sprach Petrus:" Du hast uns alles erkennen lassen, sag uns nun auch noch dies: Worin besteht die Sünde der Welt?"

    Der Retter sprach: „In Wahrheit gibt es keine Sünde, sondern ihr verursacht sie durch euer Tun, das der Natur des Ehebruchs gleichkommt. Das nennt einer Sünde. Deswegen aber kam das Gute in eure Mitte, hin zu euren wahren Natur, um sie so wieder zu ihrer Wurzel zurückzuführen."
    Das ist der Punkt: Sünde und Karma entstehen erst durch unser willentliches Tun ... also durch unseren eigenen Willen, der sich auch durch Worte und sogar Gedanken ausdrückt (wir sehen uns selbst als die Handelnden).

    Unter "Natur der zerbrochenen Ehe" ist nicht unbedingt ein weltlicher Ehebruch zu verstehen, sondern es geht viel mehr um die Abtrennung unserer Seele aus der göttlichen Ehe und Vereinigung. Diese nach außen gerichtete Wegwärtsbewegung, das ist Sünde. Alles was sich von Gott abwendet ist in diesem Sinne Sünde ... und im Grunde ist jede Millisekunde, in der wir nicht mit unserem Geist ins Göttlichen versenkt sind und uns Ihm unsere Aufmerksamkeit zuwenden, eine Sünde.

    So sind wir beinahe hoffnungslos in den Sinnesfreuden der materielle Welt verloren und, ja, in obigem Sinne große Sünder. Wir lieben die Welt mehr als Gott.

    Jesus spannt aber dann den Bogen zur Ausgangsfrage, warum der Mensch dennoch gerettet wird. "In seiner Mitte" trägt der Mensch nämlich das Unvergängliche, die Seele ... und sie kehrt natürlich zu IHREN Wurzeln zurück, also in die göttliche Heimat, während der vergängliche physische Körper in seine Einzelbestandteile zerlegt und wieder zu einem Teil dieser Welt wird. ABER mit "kam das Gute in die Mitte", meint Jesus wohl vielmehr sich selbst als Gottmensch, dessen Aufgabe es ist die Seelen in ihre wahre Heimat zurück zu führen. Die Sätze sind offenbar ein bisschen mehrdeutig ... was sie ja auch gewissermaßen spannend macht ... vielleicht eine Art "Wortspielereien"?
    Veröffentlicht: 02.04.2013 um 18:37 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 03.04.2013 um 11:00 von TopperHarley
  8. Alter Kommentar
    Benutzerbild von TopperHarley

    Evangelium der Maria (Magdalena?)

    Ja, in weiterer Folge möchte ich ein wenig das Evangelium der Maria Magdalena aufgreifen, wie ich das ursprünglich beabsichtigt habe. Es ist nämlich sehr hochwertig und eine Beschäftigung damit lohnt sich ...

    Zitat:
    Zitat von Evangelium der Maria Magdalena
    „Wird auch die Materie gerettet oder nicht?“

    Der Retter sprach: „Alles Natürliche, jede Form, sämtliche Kreaturen existieren in- und miteinander, und sie lösen sich wieder in das auf, aus dem sie entstanden sind. Denn die Natur der Materie kann sich nur wieder zu ihren eigenen Wurzeln hin auflösen. Jener, der zwei Ohren besitzt, den lasset hören.“
    Alles Materielle ist nicht dauerhaft und dem Prozess des Werdens und Vergehens unterworfen.
    Veröffentlicht: 02.04.2013 um 18:14 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 03.04.2013 um 10:50 von TopperHarley
  9. Alter Kommentar
    Benutzerbild von TopperHarley

    Evangelium der Maria (Magdalena?)

    Zitat:
    Zitat von Röm (16,7)
    Grüßt Andronikus und Junia, meine Landsleute, die schon vor mir an Christus geglaubt haben. Sie waren mit mir zusammen im Gefängnis und nehmen unter den Aposteln eine herausragende Stellung ein.
    Da haben wir also wieder ein Apostelin ... mit "herausragender Stellung", also besonderem Einsatz für das Werk. Die neue Genfer Bibel aber auch die "Gute Nachricht Bibel" übersetzen die Apostelin korrekt. In anderen findet man noch immer die verfälschte Version mit Junias ... also der männlich abgewandelten Form. Eine Deutsche soll diesen "Irrtum" schon in den 70er Jahren entdeckt haben ... und vermutlich waren Andronikus und Junia sogar ein Ehepaar.

    Artikel: die Welt
    Veröffentlicht: 02.04.2013 um 15:12 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 02.04.2013 um 18:22 von TopperHarley
  10. Alter Kommentar
    Benutzerbild von TopperHarley

    Doku: "Jesus und die verschwundenen Frauen"

    Vermutlich soll die Verhüllung in Wirklichkeit gesellschaftliche Probleme vermeiden, denn der weibliche Körper hat eine bestimmte Wirkungs- und Anziehungskraft auf das Wesen der Männer. Die Natur hat den Mann mit einem besonderen Maß der Sexualität versehen und er wird vom weiblichen Körper und seinen Rundungen besonders angezogen. Schon im engeren Lebensumfeld führt also die Anziehung der Körperlichkeit zu Verlangen ... und folglich zu tatsächlichen Ereignissen und Problemen ... und es dürfte zur damaligen Zeit schon genauso gewegen sein, dass Ehepartner sich gegenseitig betrügen usw.

    Die Verhüllung wurde demnach als künstliches Hilfsmittel eingezogen, um damit Probleme zu vermeiden, denn durch sie kommt der Mann viel weniger auf dumme, sprich sexuelle Gedanken. Aber ich schätze, dass dieses eine Extrem dazu geführt hat, dass wir im Westen heute wiederum eine Überbetonung der Körperlichkeit und des Sexuellen erleben. Da haben wir am Flughafen riesige Werbungen von Frauen in Reizwäsche und durch die Einkaufsstraßen laufen leicht bekleidete Frauen, wie das immer nur den Prostituierten vorbehalten war. Genau das was die Verhüllung vermeiden wollte hat sich nun durch diesen Gegenpol erfüllt und die Frau möchte reizen und Begehren ernten ... und natürlich Männer manipulieren.

    Letztlich wäre der freie Wille einer jeden Frau zu respektieren, wie sie sich kleiden möchte. Ein ein goldener Mittelweg scheint sinnvoll.
    Veröffentlicht: 27.03.2013 um 12:39 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 27.03.2013 um 12:46 von TopperHarley
  11. Alter Kommentar
    Benutzerbild von TopperHarley

    Doku: "Jesus und die verschwundenen Frauen"

    Die Ungleichstellung der Frau ist leider nicht nur ein christliche Erscheinung. Es gibt sie auch anderen Religionen, wie dem Buddhismus, wo man lange Zeit die Ansicht vertreten hat, dass es Frauen unmöglich ist, die höchste spirituelle Stufe zu erreichen. Einen weiblichen Körper zu erhalten war damit eine Art schöpferische Benachteiligung und so gab es für Frauen kaum Möglichkeiten tieferen Zugang zu den Lehren zu bekommen (Kloster). Das ist erst seit ein paar Jahrzehnten im Aufbrechen (vgl. Tenzin Palmo) ...

    Natürlich hat das alles machtpolitische Hintergründe, die es der Männerwelt ermöglicht an den Schalthebeln der Macht zu bleiben und das Geschehen zu bestimmen. Und so ist es nicht lange her, dass die Frauen in Europa das Wahlrecht zugesprochen bekamen.

    Beim Islam ist die Gleichstellung der Frau auch noch in den Kinderschuhen. Während es im Christentum zumindest bei den Protestanten weibliche Priesterinnen gibt, so habe ich noch nie von einer islamischen Priesterin gehört.

    Die Verhüllung der Frau trägt das Ihrige bei, denn wenn ich etwas verhülle, dann findet es keine Beachtung und ich brauche es nicht zu berücksichtigen. Die Verhüllung verfolgt natürlich auch noch einen anderen Zweck. Aus spiritueller Sicht könnte man argumentieren, dass dieses "Sich-zurück-nehmen" und Verhüllen die Bedeutung des Körpers vermindert und das Spirituelle hervorhebt. Aber warum verhüllen sich dann nicht auch die Männer, wenn es doch so vorteilhaft sein soll? Es alleine der Frau aufzuerlegen muss also mit ihrem Geschlecht zusammen hängen ... ja mit ihrem Körper und mit der Sexualität.
    Veröffentlicht: 27.03.2013 um 12:39 von TopperHarley TopperHarley ist offline
  12. Alter Kommentar
    Benutzerbild von TopperHarley

    Gnosis - Irenäus von Lyon - Kirche

    Im Buch Henoch, einer jüdischen Schrift, steht:

    Zitat:
    Zitat von Henoch, Kap. 1,9
    »Seht«, sagte er, »der Herr ist mit seinen heiligen ´Engeln` gekommen, einer unzählbar großen Schar, um über alle Menschen Gericht zu halten. Er ist gekommen, um alle, die ein gottloses und sündiges Leben geführt haben, für all ihr gottloses Tun zu bestrafen und für alle vermessenen Worte, mit denen sie sich in ihrer Gottlosigkeit gegen ihn gewandt haben.
    Dieser "Herr" und "Gott" Henochs hat doch schon seeehr starke Züge vom Beherrscher und Verwalter der Welt, nicht wahr? :-) ... bei allem was wir durch Jesus erfahren haben ...

    Es wundert mich überhaupt nicht, wenn die Gnostiker der Ansicht des strafenden Gottes eine klare Absage erteilt haben und somit vielen Schriften des alten Testaments ablehnend gegenüber standen, ist es ist doch eine Verherrlichung der negativen Kraft. Wie konnte es so weit kommen, die brutalen Wirkungskräfte Kals zu rühmen, wo doch das Göttliche nur Liebe und Mitgefühl kennt?
    Veröffentlicht: 27.03.2013 um 00:18 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 27.03.2013 um 00:20 von TopperHarley
  13. Alter Kommentar
    Benutzerbild von TopperHarley

    Gnosis - Irenäus von Lyon - Kirche

    interessant sind immer die andersprachigen Versionen, wie z.B. die "English Standard Version":

    Zitat:
    Zitat von Joh 14,30
    I will no longer talk much with you, for the ruler of this world is coming. He has no claim on me,
    but I do as the Father has commanded me, so that the world may know that I love the Father.
    übersetzt in etwa:

    Der Herrscher dieser Welt hat sich auf den Weg gemacht. Aber er hat keinen Anspruch auf mich. Ich erfülle nur was der Vater mir aufgetragen hat, damit die Welt erkennt, wie sehr ich Ihn liebe ...

    Ist das nicht verrückt, dass die Christen ihre eigene Bibel nicht kennen? Nach Jesus Aussagen gibt also einen Herrscher dieser Welt, der von Gott verschieden ist und ganz offensichtlich Macht über die Seelen hat. Bei Kabir, einem Moslem-Heiligen erfährt man einiges über Kal, aber dieses ganze Spiel ist mit dem Verstand nie wirklich vollständig zu begreifen. Erst wenn der Mensch sich über den Körper erhebt und nach innen geht, wird dieses Rätsel gelöst werden können.
    Veröffentlicht: 26.03.2013 um 18:44 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 26.03.2013 um 18:56 von TopperHarley
  14. Alter Kommentar
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    Gnosis - Irenäus von Lyon - Kirche

    auch die Einheitsübersetzung besagt:

    Zitat:
    Zitat von Joh 14,30
    Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht, [...]
    Luther hat ebenso übersetzt:

    Zitat:
    Zitat von Joh 14,30
    Ich werde nicht mehr viel mit euch reden, denn es kommt der Fürst dieser Welt. Er hat keine Macht über mich;
    In der Hoffnung für alle Bibel steht:

    Zitat:
    Zitat von Joh 14,30
    Ich habe nicht mehr viel Zeit, mit euch zu reden, denn der Teufel, der Herrscher dieser Welt, hat sich schon auf den Weg gemacht. Er hat zwar keine Macht über mich, aber die Welt soll erfahren, dass ich den Vater liebe. Deswegen werde ich das ausführen, was Gott mir aufgetragen hat.
    Hier steht, dass der "Herrscher der Welt" mit dem "Teufel" gleichzusetzen ist, also der negativen Kraft. Das dürfte für einen Gnostiker wenig überraschend sein . Die Verwendung des Begriffs "Teufel" ist aber heute nicht mehr zeitgemäß, weil er über Jahrhunderte hinweg missbräuchlich verwendet wurde, um die Menschen zu manipulieren ... und vieles wurde fälschlicherweise hineininterpretiert ... und so hat er für ebensoviele Jahrhunderte ausgedient.
    Veröffentlicht: 26.03.2013 um 18:38 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 26.03.2013 um 18:54 von TopperHarley
  15. Alter Kommentar
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    Gnosis - Irenäus von Lyon - Kirche

    Ja und Jesus sagt jetzt unverkenntlich, dass der "Herrscher dieser Welt" (Kal) sich bereits aufgemacht hat, um ihn in die andere Welt zu holen ... vor das Gericht also, um das Karma abzurechnen ... und mit der Seele dementsprechend weiter zu verfahren. Die Verstorbenen sehen hier meist einen Film ablaufen, wo das ganze Leben im Zeitraffer abgespult wird und sie spüren, wo sie andere verletzt haben usw.

    Aber bei Jesus verhält es sich anders, denn Kal hat keine Macht über ihn ... genau das steht hier ... und das funktioniert eben nur dann, wenn Jesus kein Karma mehr hat. Dann fehlt sozusagen die Rechtsgrundlage für Kal. Er kann nicht das Geringste tun!

    Und schließlich stellt sich natürlich die berechtigte Frage, warum Jesus dann so einen schrecklichen Abgang hat, wo er doch kein Karma mehr besitzen soll. Aber Jesus erklärt, dass dies der besondere göttliche Wille ist und er alles für Gott tun würde. Er bezahlt also keinen Tribut an Kal, um mit seinem "spektakulären Abgang" bestimmte Schulden auszugleichen (Karma) sondern tut dies allein aus göttlicher Hingabe ... ohne auf den weiteren Sinn einzugehen, den es sehr wohl gegeben haben muss ... z.B. indem Jesus der Menschheit der damaligen Zeit schwieriges Karma (und damit viel Leid) erspart hat ... Kriege und alles ... was aber natürlich nur Mutmaßungen sind, weil Jesus sich dazu nicht äussert.
    Veröffentlicht: 26.03.2013 um 18:28 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 26.03.2013 um 18:35 von TopperHarley
  16. Alter Kommentar
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    Gnosis - Irenäus von Lyon - Kirche

    Hahaha, das ist das cool. Da zieht jemand über die Gnostiker her, weil sie an einen "Demiurgen" glauben, der die Gesetzmäßigkeiten dieser Welt überwacht (karmischen Gesetze) ... aber dann diese Entdeckung. Neulich bin ich auf die Aussage eines Heiligen gestoßen der bemängelt hat, dass die Geistlichen ihre eigenen Schriften nicht richtig kennen ... und siehe da, über welche Passage ich in der Bibel gestopert bin, wo Jesus über die negative (erhaltende) Kraft spricht, also den Demiurgen, wie die Gnostiker sagen wurden. Es steht ganz deutlich in der Bibel! Ist das zu fassen????

    Johannes 14, 30f

    Zitat:
    Zitat von Neue Genfer Übersetzung
    30 Viel werde ich nicht mehr mit euch reden können, denn der Herrscher dieser Welt hat sich bereits gegen mich aufgemacht. Er findet zwar nichts an mir, was ihm Macht über mich geben könnte,
    31 aber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie der Vater es mir aufgetragen hat. Steht auf, wir wollen gehen!«
    Kal ist der Herrscher der niederen Ebene (Pind = Erde) und hat Anspruch auf jede Seele entsprechend ihrem Karma. Er ist zwar sehr gerecht, aber kennt eben im Gegensatz zu Gott keine Barmherzigkeit und so fällt alles auf uns selbst zurück, was wir selbst angestellt haben. So verhält es sich mit einer "normalen" Seele. Kal fordert sie eben nach ihrem Tod ein ... und im Osten spricht man auch von Yama, dem Todesengel, den Kal in seinem Auftrag oft schickt, um die Seelen abzuholen ... das ist nichts Böses oder Aussergewöhnliches ... sondern quasi Standardprozedur.
    Veröffentlicht: 26.03.2013 um 18:27 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 26.03.2013 um 19:00 von TopperHarley
  17. Alter Kommentar
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    Ethische Tugenden entwickeln - Reinheit (Brahmacharya)

    Natürlich ist der heutige Single-Status schon lange kein alleiniger Garant mehr für die Gottsuche. Da haben wir genügend andere Möglichkeiten erfunden, diese Leere zu kompensieren, z.B. mit Arbeit und beruflicher Verwirklichung ... ja, es hat alles seine Berechtigung, aber die Zeit des Körpers tickt. Er ist eine tickende Zeitbombe, die definitiv hochgehen wird! Und jeder, der sich hier etwas vormacht ist nichts anderes als ein Narr. Das Göttliche will uns zurück haben. Aber was machen wir? Sind wir bereit etwas dafür zu tun? Und wenn dem nicht so ist, was können wir von Gott erwarten? Er respektiert unseren freien Willen ... und wenn wir eben nichts von ihm wissen wollen. Nach dem Tod ist es zu spät ... denn die erhaltende Kraft hat alle Macht mit uns entsprechend unserer Taten, Worte und Gedanken zu verfahren. Und da wir alle einmal eine(r) von den Bösen waren ... wird das nicht immer "gut" enden.

    Unser Vorratslager (Sanchit Karma) ist bis zum Bersten gefüllt. Nur ein Bruchteil wird davon entnommen, um eine neue Inkarnation zu begründen. Oh, der Mensch glaubt von so edlem Wesen zu sein, dabei merkt er nicht, wie er fortwährend andere Geschöpfe verletzt oder zerstört ... und all dies wird in Leid auf ihn zurückfallen. Deswegen wird der Mensch hier nie die Glückseligkeit finden, nach der er an allen erdenklichen Orten auch suchen mag ... und die Seele in seinem Innersten schreit nach Liebe und Heimkehr ... doch das Gemüt des Menschen kennt nichts anderes als seine Erfüllung in den Sinnesfreuden zu suchen. Die Heiligen wissen, dass es ein Spiel des Unglücks und der Täuschung ist. Sie empfinden tiefes Mitgefühl für ihre verlorenen Brüder und Schwestern ... und fordern uns auf, uns dem Unvergänglichen zuzuwenden.
    Veröffentlicht: 26.03.2013 um 17:27 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 26.03.2013 um 17:40 von TopperHarley
  18. Alter Kommentar
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    Ethische Tugenden entwickeln - Reinheit (Brahmacharya)

    Zitat:
    29 Eins ist sicher, Geschwister: Es geht immer schneller dem Ende zu. Deshalb darf es in der Zeit, die uns noch bleibt, beim Verheirateten nicht die Ehe sein, die sein Leben bestimmt;
    30 beim Traurigen darf es nicht die Traurigkeit sein und beim Fröhlichen nicht die Freude. Wer etwas kauft, soll damit so umgehen, als würde es ihm nicht gehören,
    31 und wer von den Dingen dieser Welt Gebrauch macht, darf sich nicht von ihnen gefangen nehmen lassen. Denn die Welt in ihrer jetzigen Gestalt ist dem Untergang geweiht.
    32 Ich möchte, dass ihr frei seid von ´unnötigen` Sorgen. Wenn ein Mann ledig ist, gilt seine ganze Sorge der Sache des Herrn; er bemüht sich, so zu leben, dass der Herr Freude daran hat.
    33 Aber wenn er verheiratet ist, bemüht er sich, auch seiner Frau Freude zu machen. Daher sorgt er sich auch um Dinge, die zum Leben in dieser Welt gehören,
    34 und das führt dazu, dass seine Interessen geteilt sind. Genauso ist es bei der Frau: Wenn sie noch nicht verheiratet ist oder wenn sie keinen Mann mehr hat, gilt ihre ganze Sorge der Sache des Herrn; sie möchte ihm dienen mit allen ihren Gedanken und all ihrem Tun. Aber wenn sie verheiratet ist, sorgt sie sich auch um irdische Dinge; sie bemüht sich, ihrem Mann Freude zu machen.
    35 Ich sage das in eurem eigenen Interesse und nicht, um euch in eurer Freiheit einzuschränken. Vielmehr will ich euch helfen, das zu tun, was gut und richtig ist, und dem Herrn unbeirrt und mit ungeteilter Hingabe zu dienen.
    Das nenne ich Klartext!
    Veröffentlicht: 26.03.2013 um 17:19 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 26.03.2013 um 17:27 von TopperHarley
  19. Alter Kommentar
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    Ethische Tugenden entwickeln - Reinheit (Brahmacharya)

    Wow, und hier spricht Paulus nochmal richtig Klartext. Ich kann mich an eine Passage im Thomas Evanglium erinnern, wo Jesus total familien- und partnerschaftfeindliche Meldungen loslässt. Alle Ehen, Partnerschaften, Familien und Freundschaften sind natürlich etwas Heiliges ... ABER wir lassen uns im Normalfall VÖLLIG davon einnehmen, sodass wir unsere komplette Zeit dafür aufbringen ... und, ja vergeuden. Es bleibt kaum noch eine Sekunde, die wir für Gott übrig hätten ... und das Rätsel des Lebens zu lösen. Deswegen ist es eine große Gnade, von diesen Verhältnissen nicht zu sehr eingenommen zu werden ... oder eben alleine leben zu dürfen.

    Ok, Paulus sagt dazu:

    Zitat:
    26 Ich meine, dass es wegen der bedrängten Lage, in der wir uns befinden, das Beste ist, unverheiratet zu bleiben.
    27 Wenn du bereits an eine Frau gebunden bist, dann versuche nicht, diese Bindung aufzulösen. Bist du jedoch noch ungebunden, dann bemühe dich nicht darum, eine Frau zu finden.
    28 Allerdings begehst du keine Sünde, wenn du heiratest. Und auch die ledige Frau sündigt nicht, wenn sie heiratet. Nur ist es eben so, dass euer irdisches Leben damit zusätzlichen Belastungen ausgesetzt ist, die ich euch gern ersparen möchte.
    Veröffentlicht: 26.03.2013 um 17:18 von TopperHarley TopperHarley ist offline
    Aktualisiert: 26.03.2013 um 17:46 von TopperHarley
  20. Alter Kommentar
    Benutzerbild von TopperHarley

    Ethische Tugenden entwickeln - Reinheit (Brahmacharya)

    Was ist, wenn ein Ehepartner auf den Weg gestellt wurde und enthaltsam leben möchte, der ander Partner aber nicht? Wäre es dann nicht vorteilhafter, den Partner/die Partnerin überhaupt zu verlassen? Eine wirklich gute Frage =) Paulus sagt dazu:

    Zitat:
    12 Wenn ein gläubiger Mann eine ungläubige Ehefrau hat und sie bereit ist, weiter mit ihm zu leben, darf er sie nicht wegschicken.
    13 Und wenn eine gläubige Frau einen ungläubigen Ehemann hat und er bereit ist, weiter mit ihr zu leben, darf sie ihn nicht wegschicken.
    14 Denn der ungläubige Mann ist durch die Frau geheiligt, und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den Mann.
    Es bedeutet also, dass die Partner vom spirituellen Fortschritt des anderen mit-profitieren. Außerdem stunde dieses beinharte Festhalten an diesem Weg ... mit der völligen Aufgabe aller anderen Dinge, die ebenso ihre Berechtigung haben ... wohl im krassen Gegensatz zum Prinzip des Mitgefühls und der Liebe.
    Veröffentlicht: 26.03.2013 um 17:03 von TopperHarley TopperHarley ist offline

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